IT-Mittelstandsindex März
Wirtschaftliche Lage verbessert sich weiter

Im März verbesserte sich die wirtschaftliche Situation der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland weiter und erreichte ein hohes Niveau. Die ökonomischen Erwartungen schwächten sich angesichts des erreichten hohen Standes leicht ab. Nach den überaus starken Ausgabenplanungen hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie im Vormonat ließ die Investitionsneigung im März etwas nach.

KASSEL. Im März ist der Index der wirtschaftlichen Lage weiter gestiegen. Der Indikator der realisierten Umsätze wuchs zum zweiten Mal in Folge und legte um 11 auf 125 Punkte zu. Damit übertreffen die Firmen mit gestiegenen Einnahmen diejenigen mit reduzierten Umsätzen noch stärker als im Monat zuvor. Aufgrund des erreichten hohen Niveaus trübten sich die Umsatzperspektiven leicht ein, so dass der Erwartungs-Index um 6 auf immer noch gute 131 Punkte abnahm.

Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass der Mittelstand das hohe wirtschaftliche Niveau des März 2006 halten konnte. Der Lage-Index erreichte damals wie heute exakt gute 125 Punkte. Die ökonomischen Aussichten reichen allerdings nicht mehr ganz an die Euphorie im Frühjahr des vergangenen Jahres heran. Der aktuelle Indexwert liegt um 6 Zähler niedriger als im März 2006, aber immer noch auf einem Niveau, das großen Optimismus zum Ausdruck bringt.

Bis auf den Versorgungssektor konnten alle gewerblichen Branchen im März überwiegend steigende Umsätze verzeichnen. Treiber der positiven wirtschaftlichen Situation im Mittelstand war vor allem der Handel sowie die Industrie. Nach dem Spitzenduo folgen der Finanzsektor und Dienstleister. Für den Ausblick auf die kommenden drei Monate gilt eine ähnliche Konstellation. Mit Ausnahme der Versorgungsunternehmen rechnen alle gewerblichen Wirtschaftszweige mehrheitlich mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Vorreiter der zuversichtlichen Perspektiven ist wieder der Handel, vor der Industrie. Kurz hinter den Vorreitern folgt die Dienstleistungsbranche, vor der Finanzbranche.

Die Bereitschaft zu Ausgaben für IT-/TK-Produkte und –Leistungen ging im März geringfügig zurück. Der Index der getätigten Spendings lag um 2 Punkte niedriger als im Vormonat und notiert nun bei 111 Punkten. Trotz des leichten Rückgangs befand sich die Ausgabenbereitschaft weiterhin deutlich im positiven Bereich - die Firmen gestiegenen Ausgaben überwiegen erkennbar gegenüber denjenigen mit zurückgefahrenen Spendings. Die Investitionsplanungen mit Sicht auf die kommenden drei Monate sind dagegen etwas stärker rückläufig. Von dem – sehr hohen Stand im Februar – ging der Index der Ausgabenplanungen auf „normalere“ 120 Punkte zurück und verlor dabei 13 Zähler. Der aktuelle Stand drückt allerdings weiterhin Optimismus bei den Ausgabenplanungen aus.

Im Jahresvergleich zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Investitionsaktivitäten liegen aktuell annähernd (nur zwei niedriger) auf dem Level vom März 2006. Eine nennenswertere Abweichung nach unten ist für die Ausgabenplanungen festzustellen. Der entsprechende Index lag vor Jahresfrist noch um 6 Zähler höher.

Bis auf die Dienstleistungsbranche melden alle Branchen überwiegend gewachsene Ausgaben. Besonders heben sich dabei die Versorger und das Finanzgewerbe heraus. Dahinter folgen Industrie, Öffentlicher/Non-Profit-Sektor und der Handel. Für die kommenden drei Monate kündigen alle Wirtschaftszweige steigende IT-/TK-Investitionen an. Mit Abstand die größte signalisierte Investitionsneigung weisen die Versorger auf. Ebenfalls über dem Durchschnitt liegt das Ausgaben-Interesse im Finanzgewerbe. Danach positionieren sich die Industrie, der Öffentliche/Non-Profit-Sektor, Dienstleister und Handel.

Hintergrund zum IT-Mittelstandsindex

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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