IT-Mittelstandsindex
Mittelstand lässt es im November ruhiger angehen

Angesichts des hohen bereits erreichten Niveau ging die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstandes im November langsamer voran. Die Nachfrage nach Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) zeigte sich recht beständig.

KASSEL. Nach dem sehr gut verlaufenen Oktober gönnte sich die wirtschaftliche Lage des Mittelstandes im November eine leichte „Verschnaufpause“. Der Index der erzielten Umsätze ließ gegenüber dem Vormonat um sieben auf 119 Punkte nach. Dies bedeutet, dass die Umsatzgewinner die Umsatzverlierer weiterhin übertreffen, aber nicht mehr so stark wie im außergewöhnlich erfolgreichen Oktober. Markanter als der Rückgang der Dynamik der gegenwärtigen Lage ist der geringere Optimismus hinsichtlich der Unternehmensentwicklung in den kommenden drei Monaten. Der Indikator der Erwartungen sank um 17 Zähler. Bei der Bewertungen dieser Entwicklung muss berücksichtigt werden, dass die Zuversicht im Oktober einen ungewöhnlich hohen Wert erreicht hat, der kaum noch zu übertreffen war. Trotz des Rückgangs sind immer noch deutlich die Optimisten in der Mehrheit.

Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat relativiert die teilweise starken Ausschläge der gegenwärtigen Entwicklung. Gemessen am November 2005 ging der Erwartungsindex um nur 1 Punkt zurück. Nicht ganz auf Vorjahresniveau konnte sich die Performance der realisierten Umsätze halten: Um 8 Punke niedriger als vor einem Jahr notiert der Lage-Index aktuell.

In allen gewerblichen Branchen überwogen die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen. Am stärksten konnte der sonst stark gebeutelte Handel von der begonnenen Vorweihnachtszeit profitieren. Diese Branche kann derzeit das derzeit beste Verhältnis von Umsatzgewinnern zu -verlierern vorweisen. Überdurchschnittlich gut entwickelte sich der November auch für die Industrie und für die Finanzdienstleister. Danach folgen Versorger und Dienstleistungsunternehmen. Die Versorgungsunternehmen liegen üblicherweise zu dieser Jahreszeit weit vorn hinsichtlich ihrer Einnahmenentwicklung, aber das bisher ungewöhnlich milde Wetter hat offenbar seine Spuren in den Kassen der Energie-Anbieter hinterlassen. Aber der Winter kommt bestimmt, so dass hinsichtlich der Erwartungen an die kommenden drei Monate der Versorgungssektor die größte Zuversicht ausstrahlt. Auch in den übrigen Wirtschaftszweigen dominiert der Optimismus. Von überdurchschnittlich guten Perspektiven geht die Finanzbranche aus. Dahinter folgen Industrie, Handel und Dienstleister.

Ungefähr auf dem Niveau des Vormonats bewegte sich im November die Neigung zu IT-/TK-Ausgaben. Der Indikator der getätigten Investitionen nahm geringfügig um zwei Punkte auf 113 Punkte ab. Damit übertreffen aber immer noch die ausgabenfreudigen die zurückhaltenden Unternehmen. Ebenfalls nur marginal sank die signalisierte Bereitschaft zu IT-/TK-Ausgaben in den kommenden drei Monaten. Der betreffende Index gab um 2 Punkte nach, und zwar auf 122 Zähler. Dieser Wert bedeutet eine anhaltend positive Investitionsneigung.

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