IT-Mittelstandsindex Oktober 2009
Lage erkennbar besser

Die wirtschaftliche Lage der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland hat sich im Oktober saisonal stabilisiert und konjunkturell erkennbar verbessert. Die ökonomischen Perspektiven sind nicht mehr ganz so optimistisch wie im Vormonat, blieben aber weiter auf erfreulichem Niveau. Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) hielt im Wesentlichen das seit dem Sommer erreichte Niveau. Die Ausgabenplanungen ließen geringfügig nach.
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KASSEL. Die wirtschaftliche Dynamik der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich im Oktober annähernd auf dem recht hohem Niveau des Vormonats stabilisiert. Gegenüber dem Vormonat sank der Index der realisierten Umsätze leicht um zwei auf 117 Punkte. Die Firmen mit gestiegenen Umsätzen überwogen also nicht mehr ganz so stark wie im Vormonat, die Lage befindet sich aber weiter auf einem guten Niveau. Etwas stärker trübten sich die Erwartungen hinsichtlich der kommenden drei Monate ein. Ihr Index sank um sieben auf 115 Zähler, womit die Optimisten aber immer noch deutlich überwiegen.

Trotz der leichten Rückwärtsentwicklung sind Lage und Erwartungen immer noch deutlich besser als vor einem Jahr. Der Lage-Indikator notiert neun, der Erwartungsindex sogar zwölf Punkte besser als im Oktober 2008.

Sämtliche gewerblichen Wirtschaftszweige konnten eine überwiegend positive wirtschaftliche Entwicklung gegenüber dem Vormonat verzeichnen. Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung im Oktober waren der Handel und die Versorgungsunternehmen. Etwas unter dem Durchschnitt entwickelte sich das Dienstleistungsgewerbe, befand sich aber auch im positiven Bereich. Die übrigen Branchen bewegten sich im Marktdurchschnitt.

Auch für die kommenden drei Monate sind alle gewerblichen Wirtschaftszweige optimistisch. Das gilt vor allem für das Finanzgewerbe sowie die Versorger, die mit den fallenden Temperaturen mit steigendem Energieverbrauch und wachsenden Einnahmen rechnen können. Etwas zurückhaltender als der Gesamtmarkt, aber dennoch überwiegend zuversichtlich, sind die Dienstleister.

Die Neigung zu IT-/TK-Ausgaben ließ im Oktober etwas nach, hielt aber im Wesentlichen das seit dem Sommer erreichte Niveau. Der Index der realisierten Ausgaben sank leicht um vier auf immer noch gute 109 Zähler, womit die Firmen mit gestiegenen Investitionen weiterhin in der Mehrzahl bleiben. Nur geringfügig ließen die Ausgabenplanungen nach: Der Planungsindex nahm um zwei auf 111 Punkte ab. Die Firmen mit expansiven Investitionsabsichten überwiegen also noch fast so stark wie im Monat zuvor.

Trotz der aktuellen Stagnation befindet sich das Investitionsklima doch auf einem etwas besseren Niveau als vor Jahresfrist. Die aktuelle Ausgabenneigung liegt um vier Punkte höher als im Oktober 2008. Geringfügig verbessert haben sich gegenüber der Situation vor einem Jahr die Erwartungen, deren Index um zwei Zähler höher liegt als im Oktober 2009.

Treibende Kräfte der IT-/TK-Nachfrage waren im Oktober die Versorger sowie der Non-Profit-Sektor. Überwiegend rückläufige Ausgaben verzeichnete die Industrie. Die übrigen Branchen – Finanzgewerbe, Handel und Dienstleistungen - lagen im Gesamtschnitt.

Mit Ausnahme der Dienstleister – hier halten sich expansive und zurückhaltende Budgets die Waage - kündigen alle Wirtschaftszweige überwiegend wachsende IT-/TK-Ausgaben an. Als Vorreiter kristallisieren sich dabei wiederum die Versorger und der Non-Profit-Sektor heraus. Die Ausgabenplanungen der übrigen Wirtschaftszweige – Handel, Finanz und Industrie - bewegen sich im Durchschnitt.

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