IT-Mittelstandsindex September 2006
Herbstbelebung wirkt

Die Erwartungen des deutschen Mittelstandes haben sich erfüllt, die wirtschaftliche Entwicklung verbesserte sich nach der Sommerpause deutlich. Parallel ließen die Erwartungen an das neue Quartal nach. Antizyklisch hierzu verliefen getätigte und geplante Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK). Erfreulich und sehr überraschend sind die optimistischen Erwartungen an das nächste Jahr.

KASSEL. Wie im Sommer erwartet, verbesserte sich die wirtschaftliche Lage im September deutlich. Der Index der realisierten Umsätze sprang gegenüber dem Vormonat um 20 auf 123 Punkte. Das heißt, die Umsatzgewinner überwogen deutlich die Umsatzverlierer. Angesichts des hohen erreichten Niveaus schraubten die Befragten ihre Erwartungen an die Einnahmenentwicklung der nächsten drei Monate zurück. Der Erwartungsindex fiel von 139 auf 129 Punkte, womit jedoch weiterhin signifikant die Optimisten dominieren.

Nicht nur gegenüber dem Vormonat stuft die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen die gegenwärtige Situation besser ein, sondern auch im Vergleich mit dem Vorjahr. Das hohe Niveau vom September 2005 wurde noch einmal um drei Punkte übertroffen. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch der etwas nachlassende Optimismus. Während der Index der Umsatzerwartungen im Herbst 2005 bei 137 Zählern lag, notiert er aktuell acht Punkte niedriger. Überraschend zuversichtlich sind aber die Erwartungen an das nächste Jahr. Entgegen der allgemeinen Prognosen einer abgeschwächten wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2007, äußern 45%, dass sie von einer besseren Situation ihres Unternehmens als gegenwärtig ausgehen. Nur 14% meinen, dass die Lage ihrer Firma in zwölf Monaten schlechter sein wird als jetzt. 41% rechnen mit keiner Veränderung. Angeführt werden die Optimisten dabei vom Finanzgewerbe, aber sogar im Handel glauben deutlich mehr Firmen an eine Verbesserung als an eine Verschlechterung.

Bis auf den Handel überwogen in allen gewerblichen Branchen die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen. Am stärksten von der Herbsterholung profitierte die Industrie, vor der Finanzbranche, Dienstleistern und Versorgern. Einzig im Handel musste die überwiegende Zahl der Firmen gesunkene Einnahmen akzeptieren. Zum Ausgleich blicken die Handelsunternehmen am weitaus optimistischsten auf die letzten drei Monate dieses Jahres. Sicherlich spielt dabei das bevorstehende Weihnachtsgeschäft eine Rolle als auch die Erwartung an Vorzieheffekte aufgrund der Mehrwertsteuer-Erhöhung am ersten Januar. Danach folgen Industrie, Finanzgewerbe, Dienstleister und Versorger.

Seite 1:

Herbstbelebung wirkt

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%