IT-Mittelstandsindex
Stabile Wirtschaftslage im Mai 2012

Der deutsche Mittelstand meldete im Mai eine stabile Wirtschaftslage. Die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen waren weiterhin deutlich in der Überzahl. Die bevorstehende Ferienzeit lässt die wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden drei Monate jedoch deutlich zurückgehen.
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Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) hielt sich im Mai auf gutem Niveau. Für die kommenden drei Monate signalisieren die Unternehmen überaus positive Investitionsabsichten, Unternehmen mit steigenden Budgets könnten deutlich dominieren. Die wirtschaftliche Dynamik der mittelständischen Unternehmen zeigte sich im Mai stabil. Der Index der realisierten Umsätze stieg gegenüber April um zwei Punkte an und erreichte 117 Zähler. Damit waren die Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen geringfügig stärker in der Überzahl als einen Monat zuvor. Die bevorstehende Sommer- und Ferienzeit lässt die wirtschaftlichen Erwartungen der kommenden drei Monate allerdings deutlich abflauen, der Index fiel um zwölf Zähler auf einen Stand von 118 Punkten. Auf Grund des hohen Niveaus werden dennoch die Unternehmen und Organisationen mit steigenden Umsatzprognosen eine deutliche Mehrheit bilden.

Im Jahresvergleich reicht weder der Indikator der realisierten Umsätze noch der Erwartungsindex an das Niveau vom Mai 2011 heran. Der Index der realisierten Umsätze bleibt acht Punkte hinter dem Vorjahreslevel zurück. Die Zukunftsaussichten liegen vier Punkte unter dem Wert vom Mai 2011. Mit Ausnahme der Versorger und der Öffentlichen Verwaltungen erzielten alle gewerblichen Branchen im Mai ein Umsatzplus. Als Wachstumstreiber sind in erster Linie der Handel und der Dienstleistungssektor hervorzuheben. Im Segment der Öffentlichen Verwaltung halten sich Unternehmen mit gestiegenen und mit rückläufigen Umsätzen die Waage.

Ähnlich zeigt sich das Bild hinsichtlich der Erwartungen mit Blick auf die kommenden drei Monate. Überdurchschnittlich zuversichtlich erweist sich die Industrie, bei einem Erwartungsindex von 147 Punkten scheinen die Auftragsbücher gut gefüllt zu sein. Neben der Industrie weisen auch die Finanzdienstleister einen überdurchschnittlichen Erwartungsindex aus. Während die Perspektiven von Handel und Dienstleistern dem Durchschnitt entsprechen, zeigen sich die Versorger jahreszeitbedingt sehr pessimistisch, hier überwiegen deutlich die Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen.

Die Dynamik der IT-/TK-Ausgaben hielt sich im Mai auf gutem Niveau, wenn auch gegenüber dem Vormonat etwas abgeschwächt. Der Index der realisierten Ausgaben ging um drei Punkte zurück und liegt aktuell bei einem Stand von 106 Zählern. Damit überwogen die Unternehmen mit gestiegenen Investitionen annähernd so stark wie im Monat zuvor. Ähnlich zeigt sich die Entwicklung der Ausgabenplanungen, der entsprechende Index ließ um acht Punkte nach, liegt jedoch mit 121 Punkten noch immer auf einem hohen Level, so dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten deutlich dominieren.

Im Jahresvergleich wurden die Indikatoren vom Mai 2011 nicht erreicht. Der Lageindex liegt fünf Punkte unter dem Vorjahresniveau von 111 Punkten. Auch der Indikator der Investitionsplanungen büßte gegenüber Mai 2011 fünf Punkte ein.Der Jahresvergleich weist eine ähnliche Investitionsneigung wie 2011 aus. Der Indikator liegt im Vergleich zum April des Vorjahres zwei Punkte unter dem Vorjahreswert. Der Indikator der Ausgabenplanungen liegt einen Punkt über dem Wert vom April 2011.

Bis auf die Versorger, tätigten alle Wirtschaftszweige im Mai überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Treibende Kräfte der Nachfrage waren Öffentliche Verwaltungen und das Finanzgewerbe. Im Branchendurchschnitt lagen die Dienstleistungen und Industrie. Im Handel waren Unternehmen mit gestiegenen und gefallenen IT-Budgets ausgeglichen. Bei den Versorgungsunternehmen konnten sich die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben gegenüber denen mit rückläufigen nicht durchsetzen.

Der Blick auf die kommenden drei Monate zeigt über alle Wirtschaftszweige hinweg Optimismus: Alle Segmente signalisieren steigende Ausgaben, allen voran die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe. deren Planungsindex den Durchschnittswert deutlich übersteigt. Bis auf den Handel, der unter dem Gesamtschnitt liegt, bewegen sich alle übrigen Branchen im Marktdurchschnitt.

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