IT-Mittelstandsindex
Überraschend erfreuliche Entwicklung

Unerwartet erfreulich war die wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Mittelstands im November. Die wirtschaftliche Lage konnte sich sowohl gegenüber dem Vormonat als auch zum Vorjahr verbessern. Die geschäftlichen Aussichten bleiben optimistisch. Die Ausgabenplanungen für Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) haben deutlich zugenommen.

Überraschend und für einen November ungewöhnlich, verbesserte sich die wirtschaftliche Entwicklung auch im abgelaufenen Monat. Der Index der realisierten Umsätze stieg um fünf auf 123 Punkte. Das Verhältnis der Unternehmen mit positivem Geschäftsverlauf zu den Firmen mit rückläufigen Einnahmen hat sich demnach weiter verbessert. Die Erwartungen an die kommende wirtschaftliche Entwicklung hellten sich im November marginal gegenüber dem Vormonat auf, so dass der Indikator um einen Zähler auf 122 Zähler zulegte. Demnach sind weiter deutlich die Optimisten in der Mehrheit.

Während in den vergangenen beiden Monaten die wirtschaftliche Entwicklung jeweils deutlich schwächer war als im Vorjahr, konnten im November wieder erfreulichere Daten erzielt werden. So liegt der Indikator der wirtschaftlichen Lage vier Punkte höher als im November 2006. Die wirtschaftlichen Aussichten erreichen mit nur einem Zähler weniger als im November 2006 wieder das Niveau des Vorjahres.

Die mit Abstand beste Umsatzentwicklung aller gewerblichen Branchen konnte im November der Handel verbuchen, gefolgt von der Finanzbranche. Im Durchschnitt bewegten sich Industrie und Dienstleister. Unter dem Durchschnitt – aber noch im positiven Bereich - rangieren die Versorgungsunternehmen. Hinsichtlich der Perspektiven der kommenden drei Monate sehen alle Wirtschaftszweige überwiegend zuversichtlich in die Zukunft. Aufgrund des im Winter steigenden Energiebedarfs liegen die Versorger dabei deutlich vorn. Dahinter platzieren sich Finanzdienstleister und der Handel. Unterdurchschnittlich ist dagegen die Zuversicht bei Dienstleistern und der Industrie.

Die Investitionsneigung im IT-/TK-Markt blieb im November mit 115 Punkten konstant auf einem guten Niveau. Damit überwiegen weiterhin die Unternehmen mit gewachsenen IT-/TK-Investitionen. Für die kommenden drei Monate signalisieren die mittelständischen Unternehmen eine deutlich gestiegene Investitionsbereitschaft. Möglicherweise spielt dabei das „Dezemberfieber“ eine gewisse Rolle. Der Planungs-Index der zukünftigen Investitionen kletterte um zehn auf 123 Zähler, womit sich verstärkt die Firmen mit expansiven Ausgabenabsichten durchsetzen.

Im Jahresvergleich ist die Ausgabenneigung aktuell etwas besser als im November 2006: Die derzeitige Investitionsneigung liegt um zwei Punkte höher als vor Jahresfrist. Die Ausgabenplanungen sind mit einem Zugewinn von einem Punkt fast exakt auf dem Niveau vom November 2006.

Sämtliche Branchen berichten von überwiegend gestiegenen IT-/TK-Ausgaben. Besonders aktiv war in dieser Hinsicht das Dienstleistungsgewerbe. Eine durchschnittliche Ausgabenneigung war bei Handel, Finanzdienstleistern und der Industrie zu registrieren. Unter dem Durchschnitt war die Ausgabenfreude von Versorgern und dem Non-Profit-Sektor zu orten. Die Ausgabenplanungen sind in allen Wirtschaftszweigen positiv. Dabei setzt sich der Versorgungssektor an die Spitze, gefolgt von Handel und Finanzgewerbe. Im Mittelfeld platzieren sich der Non-Profit-Bereich und die Industrie. Unter dem Durchschnitt liegen die Investitionsabsichten des Dienstleistungsgewerbes.

Hintergrund zum IT-Mittelstandsindex

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des ifo Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der ifo Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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