IT-Mittelstandsindex
Zustand gut, Aussichten verhalten

Die wirtschaftliche Lage des deutschen Mittelstandes zeigte sich im Mai erneut in erfreulicher Verfassung. Die Geschäftsaussichten für die nächsten Monate ließen jedoch nach. In Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT/TK) wird jedoch weiter auf hohem Niveau investiert.

Der Index der im Mai realisierten Umsätze verbesserte sich leicht um 2 auf 124 Punkte. Es überwiegen also weiterhin deutlich die Unternehmen mit verbesserten Einnahmen. Deutlich gaben aber die Erwartungen an die Umsatzentwicklung der kommenden drei Monate nach. Der entsprechende Indikator sank gegenüber April um 18 auf 119 Zähler. Damit überwiegen zwar weiterhin deutlich die Optimisten, aber die bevorstehende Sommerpause kündigt sich bereits an.

Dass der Rückgang der Erwartungen allerdings nicht ausschließlich saisonaler Natur ist, zeigt sich in der Gegenüberstellung zum Vorjahresmonat Mai 2005: Während sich die Umsatzlage im Zwölf-Monats-Vergleich stark um 9 Punkte verbesserte, ist der Optimismus aktuell um etwa den gleichen Betrag schwächer ausgeprägt als vor Jahresfrist.

Bis auf die Versorgungsbranche konnten alle gewerblichen Branchen verbesserte Umsätze erzielen. Die beste Entwicklung konnte dabei die Industrie präsentieren vor dem Handel, dem Dienstleistungsgewerbe und der Finanzbranche. Die Energie- und Wasserversorger schätzen sich sowohl gegenwärtig als auch für die kommenden drei Monate als die alleinigen Verlierer ein. In den übrigen gewerblichen Branchen blicken die Unternehmen hingegen überwiegend optimistisch in die Zukunft. Am zuversichtlichsten präsentieren sich die Industrie-Unternehmen und die Finanzbranche, gefolgt von den Dienstleistern und dem Handel.

Weiter stabil auf gutem Weg bewegt sich der IT-/TK-Markt. Der Indikator der realisierten Investitionen blieb annähernd konstant bei 110 Punkten. Die mittelständischen Unternehmen mit expansiven IT-/TK-Ausgaben konnten sich also abermals erkennbar durchsetzen. Analog zu den getätigten Ausgaben behaupteten sich die Investitionsplanungen auf dem Level des Vormonats. Der Erwartungsindex der Ausgaben für IT-/TK-Ausrüstung ging nur geringfügig um 1 auf 126 Punkte zurück und bringt damit das weiterhin hohe Niveau der Investitionsneigung zum Ausdruck.

Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zeigen sich ebenfalls keine großen Veränderungen. Die Investitionslage verbesserte sich marginal um 1 Punkt, die Ausgabenplanungen präsentieren sich immerhin 4 Punkte besser als noch vor einem Jahr.

Die Energie- und Wasserversorger reduzierten im Mai zum überwiegenden Teil ihre IT-/TK-Investitionen. Diese Branche bildete allerdings die Ausnahme. In den übrigen Wirtschaftszweigen waren im Mai die Unternehmen mit gestiegenen IT-/TK-Ausgaben in der Mehrheit. Der Öffentliche und Non-Profit-Sektor sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe sind dabei die Vorreiter gewesen. Für die nächsten drei Monate kündigt die Industrie die größte Investitionsneigung an. Danach folgen mit dem Öffentlichen Sektor, dem Finanzgewerbe und der Dienstleistungsbranche drei Wirtschaftszweige mit annähernd gleich hoher Investitionsneigung. Der Handel und die Versorgungsbranche liegen unter dem Durchschnitt, aber auch hier überwiegt signifikant die Neigung zu steigenden Ausgaben für High-Tech-Ausstattung.

Die mittelständischen Unternehmen tragen über 40 Prozent zu den Ausgaben und Investitionen hinsichtlich Informations- und Telekommunikationstechnologie in Deutschland bei. Um der Bedeutung des Mittelstandes für den IT-/TK-Markt Rechnung zu tragen und die Entscheider der mittelständischen Wirtschaft bei ihrer Investitionsplanung zu unterstützen, publiziert » Avaya-Tenovis in Zusammenarbeit mit » Techconsult den IT-Mittelstandsindex. In einer monatlichen Befragung werden Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen eingefangen.

Etwaige Abweichungen zum Geschäftsklimaindex des Ifo-Institutes erklären sich aus Unterschieden in der Methodik (Unmittelbarer Vergleich mit dem Vormonat und getrennte Ausweisung von Lage und Erwartungen beim IT-Mittelstandsindex) sowie unterschiedlichen Befragtengruppen: Der IT-Mittelstandsindex untersucht alle Branchen, ausschließlich aus dem Mittelstand; der Ifo-Konjukturtest beschränkt sich demgegenüber auf die Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel und bezieht dort alle Größenkategorien in die Analyse ein.

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