„Juniorentagung Mittelstand“
Nachwuchs zeigt wenig Interesse

Ideal ist es natürlich, wenn innerhalb der Familie ein fähiger und jüngerer Angehöriger zur Fortführung des Familienunternehmens zur Verfügung steht. Doch dies ist immer seltener der Fall.

sgr DÜSSELDORF. Darauf weisen sieben Verbände aus Handwerk, Handel, Gastgewerbe und Kreditwirtschaft in einer gemeinsamen Erklärung anläßlich der „Juniorentagung Mittelstand“ hin. Heute werde nur noch jedes zweite Unternehmen innerhalb der Familie weitergegeben; vor 15 Jahren waren es noch 70 Prozent.

Auch wenn der Bestand eines Unternehmens durch die Übergabe an einen Externen oder Mitarbeiter gesichert werden kann, so bietet der Generationswechsel innerhalb der Familie deutliche Vorteile: In der Regel ist der Kreditbedarf geringer. Junioren können zudem über Jahre in die neue Aufgabe hineinwachsen.

In knapp 60 % aller Fälle hätten die Kinder allerdings kein Interesse mehr, das Unternehmen weiter zu führen. Dafür machen die in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammen arbeitenden Verbände vor allem die Rahmenbedingungen verantwortlich, welche den gesamten Mittelstand belasten. Damit sich die nachwachsende Generation wieder neu für das Unternehmertum begeistere, bedürfe es endlich eines Aufbruchs zu einer berechenbaren Politik, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Das Ziel: weniger Bürokratie, finanzierbare Sozialsysteme und keine überzogenen fiskalischen Eingriffe in die Substanz des Unternehmens. Schließlich werden immer noch 93 % der deutschen Unternehmen von Inhaberfamilien gelenkt. Als insoweit führende Wirtschaftseinheit in Deutschland gelten die rund 1,9 Mill. Familienunternehmen in Deutschland als effizient und flexibel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%