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Käuferportal: Geldspritze vom Großen Bruder

Die Anfangsfinanzierung war für Robin Behlau und Mario Kohle kein Problem. Etliche bekannte Investoren verhalfen ihrem Start-Up kaeuferportal.de zu einem rasanten Start. Doch einen Anschlussinvestor für weiteres Wachstum suchten die Jungunternehmer zunächst vergeblich - bis sie einen strategischen Partner fanden.

Die Investorensuche von Robin Behlau war erfolgreich. Quelle: Pressebild
Die Investorensuche von Robin Behlau war erfolgreich. Quelle: Pressebild

KÖLN. Klein anfangen ist nicht Robin Behlaus Sache. Lieber denkt er gleich im großen Maßstab. Gerade einmal 23 Jahre alt, den Bachelor-Abschluss noch nicht in der Tasche, gewann er gemeinsam mit seinem Partner Mario Kohle bereits einige der bekanntesten Namen aus der Internet-Branche als Berater und Investoren: Lukasz Gadowski, der den erfolgreichen Internetshop Spreadshirt ins Leben rief, und der StudiVZ-Mitgründer Essan Dariani zählen zu seinen Unterstützern.

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Das Netzwerk aus Business Angels und deren Kapitalspritzen verhalfen der Internetplattform Kaeuferportal.de vor knapp einem Jahr zu einem rasanten Start. Über die Internetseite können Mittelständler Produktanfragen stellen - Behlaus und Kohles Mitarbeiter suchen dann die passenden regionalen Anbieter heraus und vermitteln die drei besten Angebote.

"Dank Lukasz Gadowski bekamen wir viele Kontakte zu potentiellen Investoren", berichten die Startup-Unternehmer. "Die erste Finanzierungsrunde gelang innerhalb von fünf Wochen. Aber wir hatten natürlich auch Glück: Die Finanzierung war ziemlich genau zwei Wochen vor der Lehman-Pleite unter Dach und Fach."

Wie die beiden Internet-Unternehmer stellen im Jahr Eins nach Lehman viele Gründer fest, dass das Geld der Investoren nicht mehr so locker sitzt. Bei ihren traditionellen Erst-Finanziers, den "Business Angels", ist die Stimmung zwar bereits wieder recht gut, wie das vom Verein deutscher Ingenieure (VDI) herausgegebene Business-Angel-Panel zeigt. Und auch die staatlichen Frühphasen-Finanzierer KfW und Hightech-Gründerfonds sind nach wie vor freigebig mit ihren Mitteln. Doch die Venture Capital-Fonds, die traditionell in den zweiten oder dritten Finanzierungsrunden der Jungunternehmer als Kapitalgeber auftreten, sind extrem zurückhaltend.

"Keine Frage - die Zeiten für Jungunternehmer sind hart", berichtet daher auch Götz Hoyer, Partner der auf die Wagniskapitalbranche spezialisierten Unternehmensberatung FHP Private Equity Consultants. "Die Kapitalversorgung für Gründer bleibt bis auf weiteres sehr schwierig."

Die wenigen Wagniskapital-Gesellschaften, die noch kurz vor der Finanzkrise neue Fonds aufgelegt haben, können jedenfalls bei der Auswahl ihrer Portfolio-Unternehmen extrem wählerisch sein, meint Hoyer.

Wer die Wagniskapital-Geber jetzt davon überzeugen will, etwas vom letzten Fonds-Kuchen für die eigene Gründungs-Idee herauszurücken, sollte in großem Maßstab denken. "Wir suchen Innovationen in großen Märkten", erläutert Hendrik Brandis das Auswahlverfahren, Partner bei Earlybird Venture Capital. "Kleine Nischenmärkte interessieren uns nicht."

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