Kampf um Talente
Wie Mittelständler zur Marke werden

Nur wer als Arbeitgeber attraktiv ist, bleibt im Kampf um Talente konkurrenzfähig. Mittelständler haben es schwer: Sie konkurrieren mit bekannten Konzernen - und wollen sich mit einem Employer Branding als einzigartig verkaufen.

KÖLN. Der Sportwagenhersteller Porsche, die Deutsche Bank und die Lufthansa machen es vor: Wer sein Unternehmen zur Arbeitgebermarke macht, zieht nicht nur die besten Köpfe an, sondern kann auch dem Fachkräftemangel trotzen: "In unserer Branche ist es besonders wichtig, für Mitarbeiter attraktiv zu sein. Schließlich herrscht wegen des Mangels an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt ein scharfer Wettbewerb", sagt Martin Meyer, Leiter des Personalmarketings bei Porsche.

Wie der Stuttgarter Autobauer bemühen sich viele deutsche Konzerne schon seit Jahren um das so genannte Employer Branding. Sie versuchen nicht mehr nur über hohe Gehälter und steile Karrieren, sich für Mitarbeiter attraktiv zu machen, sondern locken mit Heimarbeitsplätzen, bezahlter Auszeit und regelmäßigen Gesundheits-Checks. Indem sie über diese Besonderheiten reden, heben sie sich von der Konkurrenz ab - und erhoffen sich Erfolg im Kampf um Talente.

Inzwischen ist das Thema auch im Mittelstand angekommen: "Selbst kleine Familienbetriebe beginnen damit, sich als Arbeitgebermarke zu positionieren", sagt Christina Grubendorfer, Geschäftsführerin der Deutschen Employer Branding Akademie (Deba) in Berlin. Das Ziel: Neue Mitarbeiter gewinnen und möglichst lange an sich binden.

Das schaffen Unternehmen aber nicht allein mit bunten Anzeigen und auffälligen Image-Kampagnen. Vielmehr müsse man sich an die eigene Nase packen und nach den Unternehmenswerten forschen, sagt die Expertin: "Man muss auf den Punkt bringen, was das Besondere an einem Unternehmen als Arbeitgeber ist, was ihn von anderen unterscheidet, welche Vorteile Mitarbeiter dieses Unternehmens genießen und welche Menschen aufgrund ihrer Persönlichkeit zum Unternehmen passen", erklärt die Beraterin. "Trüffeln" nennt man bei der Deba die Suche nach Pluspunkten: "Der Betrieb muss sich selbst analysieren. So entsteht die Identität des Unternehmens." Letztlich müsse eine Arbeitgebermarke aber auch polarisieren, sagt Grubendorfer. Sie soll die richtigen Leute anziehen und andere abstoßen.

Die besten Arbeitgeber Deutschlands 2008
RangUnternehmenMitarbeiterBranche
1Consol Software GmbH50-500ITK
2Cicso Systems GmbH501-5000ITK
34flow AG50-500Beratung
43M Deutschland GmbH501-5000Industrie
5

Vedior

Personaldienstleistungen GmbH
50-500Personal
6Impuls Finanzmanagement AG501-5000Finanzen
7Microsoft Deutschland GmbH501-5000ITK
8Bain & Company Germany Inc.50-500Beratung
9SMA Technologie AG501-5000Umwelttechnik
10Pentasys AG50-500Beratung
Quelle: Great Place to Work Institute Deutschland
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