Kartellverstöße
Villeroy & Boch geht gegen EU-Bußgeldbescheid vor

Villeroy Boch gibt sich nicht so leicht geschlagen: Der Keramik-Hersteller hat Klage gegen einen Bußgeld-Bescheid der EU-Kommission erhoben. Der Vorwurf, ein Kartell gebildet zu haben, stimme nicht.
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HB METTLACH. Es geht um angebliche Kartellverstöße von Herstellern von Armaturen, Dusch-Abtrennungen und Sanitär-Keramiken. Es habe "kein marktübergreifendes Kartell" gegeben, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Göring am Freitag in Mettlach im Saarland. Es seien weder "Absprachen getroffen noch Kunden und Verbraucher geschädigt" worden.

Das Unternehmen sei den Vorwürfen bereits im Ermittlungs-Verfahren entgegengetreten. Die EU-Kommission habe eine "rechtswidrige übergreifende Gesamtbewertung" von Verhaltensweisen vorgenommen, die auf unterschiedlichen sachlichen und räumlichen Märkten erfolgt seien, argumentierte das Unternehmen. Weitere Einzelheiten teilte das Unternehmen mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht mit.

Die EU-Kommission hatte im Juni gegen eine Vielzahl von Herstellern eine Bußgeldentscheidung wegen angeblicher Kartellverstöße verhängt. Villeroy Boch wurde eine Kartellbuße von 71,5 Mio. Euro auferlegt. Das Unternehmen hatte bereits im Halbjahresbericht eine Rückstellung von 73 Mio. Euro angekündigt.

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