Kaum geeignet für kleine Unternehmen: Limiteds sind für Vertragspartner riskant

Kaum geeignet für kleine Unternehmen
Limiteds sind für Vertragspartner riskant

Die Gesellschaftsform der britischen Limited ist seit der Novelle des Europarechts auch in Deutschland rechtsgültig. Das beflügelt die Phantasien. Was mit der Gründung der Ltd. in der Regel immer noch ein paar Tage dauert, geht andernorts sogar noch schneller: „Gründen Sie weltweit neue Firmen online von zuhause aus!“ wirbt eine Firma von Mallorca aus per Internet.

Bereits nach einer Stunde kann man sich nach vollzogener Gründung beispielsweise in Spanien „Unternehmer“ oder „Inhaber“ einer eigenen Firma nennen – und die Geschäfte beispielsweise über den Internet-Marktplatz eBay zügig abwickeln. Das alles kann innerhalb weniger Stunden vollzogen sein.

Die Industrie- und Handelskammern beobachten diese Entwicklung jedoch mit Argusaugen. So registrierte die IHK Frankfurt (Oder) ganz genau, dass es bereits 23 Limiteds in Ostbrandenburg gibt. Die Frankfurter IHK ist von der englischen Rechtsform Limited immer noch nicht so recht überzeugt und führt zahlreiche Argumente ins Feld, die überwiegend gegen die Ltd. – und damit auch gegen die Gründungen in anderen Ländern sprechen. Dazu gehören:

  • der komplizierte Umgang mit der Ltd

    .: Die „private limited company of shares (ltd.)“ aus dem anglo-amerikanischen Rechtsraum ist eine Unternehmensform ähnlich der deutschen GmbH. Die Haftung der Gesellschafter ist auf das genehmigte Stammkapital beschränkt. Weil sich der Gründungssitz einer Limited immer im Ausland befindet, ist nicht nur das deutsche, sondern auch das ausländische Recht zu beachten. Das verkompliziert für deutsche Unternehmer und Verbraucher den Umgang mit der Limited.



  • Höherer Aufwand

    : Die Gründung einer Limited ist zwar in einer Woche und mit geringen Kosten möglich. In Flexibilität und Handhabung ist die Limited ebenfalls der GmbH überlegen. Jedoch ist jährlich ein Jahresabschluss und eine Gesellschafterliste einzureichen sowie eine Steuererklärung abzugeben. Ist die Limited – neben Deutschland – auch in einem anderen Land aktiv, verdoppelt sich der Aufwand. Diese Anforderungen bedingen in aller Regel die Inanspruchnahme von verschiedenen Repräsentanten und Beratern, deren Kosten nicht unterschätzt werden sollten.
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