Kfw-Ausblick
Zeichen der Zuversicht im Kreditgeschäft

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Zinskosten auf moderatem Niveau

Das hat dazu beigetragen, dass die Zinskosten für mittel- bis langfristige Kredite im ersten Quartal zwar um fast einen halben Prozentpunkt auf 4,1 Prozent gestiegen sind. Das ist nach Einschätzung der KfW aber historisch betrachtet noch ein moderates Niveau.

Vor allem kleinere Unternehmen dürften vom Wettbewerb um Firmenkunden profitiert haben. Denn das von Peter Barkow entwickelte German-Credit-Benchmark-Modell zeigt, dass in den ersten vier Monaten vor allem die Kreditmargen bei Darlehen an kleinere Unternehmen schrumpften – und zwar um neun Prozent. Das dürfte daran liegen, dass im ersten Quartal vor allem die klassischen Finanzierer des deutschen Mittelstands, also Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Regionalbanken, ihr Kreditgeschäft weiter ausgebaut haben.

Auf kurze Sicht hat vorerst nur die Griechenland-Krise das Potenzial für ernsthafte Störfeuer. „Das größte Risiko für die derzeit so positive Entwicklung ist die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum“, warnt Irsch. Wenn die nicht eingedämmt und konstruktiv gelöst werde, habe das gravierende Folgen, auch für den deutschen Kreditmarkt. „Zwar würden die Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen im Durchschnitt kaum eine deutsche Bank in Existenznot bringen, doch es könnte die Kreditvergabefähigkeit und -bereitschaft einiger Banken einschränken“, erklärt er.

Längerfristig könnten auch die strengeren Kapitalregeln für Banken zum Problem werden. Gerade kleine Firmen klagen über deren erste Vorboten. So berichteten sie bei einer Umfrage von KfW und Wirtschaftsverbänden mehr als dreimal so oft wie große Firmen über Probleme bei der Kreditaufnahme. Damit gemeint war vor allem, dass die Banken mehr Informationen verlangten und Finanzierungsvorhaben besser dokumentiert haben wollten.


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