KfW fördert Mittelstand
Helferin statt Lachnummer

Erst überwies die KfW im September fast 320 Mio. Euro an die zahlungsunfähige Investmentbank Lehman Brothers, dann folgten weitere peinliche Fehler. Doch obwohl sie für einige Menschen in jüngster Zeit zur Lachnummer avanciert ist: Die KfW fördert seit nunmehr sechzig Jahren erfolgreich den deutschen Mittelstand.

KÖLN. Nach KfW-Angaben geht etwa jeder fünfte Euro, den die Bank als Darlehen vergibt, an mittelständische Unternehmen. Im vergangenen Jahr unterstützte die KfW Unternehmen insgesamt mit rund 13,2 Mrd. Euro. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie derzeit ist eine Förderbank wie die KfW besonders gefordert, die Wirtschaft und den Finanzstandort zu unterstützen", betonte der Vorstandsvorsitzende der KfW Bankengruppe Ulrich Schröder anlässlich des sechzigsten Jahrestags der Bank.

Die Angebote der KfW Mittelstandsbank, eines der Standbeine der Gruppe, richten sich sowohl an Unternehmensgründer als auch an bereits etablierte Unternehmen. Üblicherweise stellen Unternehmer Anträge nicht direkt an die KfW, sondern an ihre Hausbank. Diese übernimmt auch die Haftung für den Fall eines Rückzahlungsausfalls.

Für Unternehmensgründer, Freiberufler und Unternehmen, die seit höchstens drei Jahren am Markt sind, stellt die KfW das so genannte Startgeld bereit: einen Kredit über bis zu 50 000 Euro. Dabei übernimmt sie bis zu 80 Prozent des Haftungsrisikos von der Hausbank. Die Kreditnehmer sollen mit dem Geld in erster Linie den Unternehmensaufbau finanzieren oder - bis zu drei Jahre nach Geschäftsaufnahme - Maßnahmen, die das Unternehmen festigen.

Mit dem so genannten Unternehmerkredit unterstützt die KfW hingegen alle Unternehmer - egal, ob sie schon jahrelang im Geschäft sind, oder es gerade erst aufbauen wollen. Mit Hilfe des Kredits über maximal 10 Mio. Euro können sie Geschäftsübernahmen, den Kauf neuer Maschinen oder Geschäftsausstattung, Bauvorhaben, externe Beratungsdienstleistungen oder Messeteilnahmen finanzieren. Für Unternehmen und Freiberufler, die bereits länger als zwei Jahre tätig sind, kann die KfW die Hälfte des Ausfallrisikos übernehmen. Die Haftung für Gründer und Unternehmen, die noch keine zwei Jahre am Markt sind, bleibt in jedem Fall bei deren Kreditinstitut. Im Juli hat die KfW im Rahmen der Initiative "Kleiner Mittelstand" einige besonders günstige, flexible Konditionen vor allem für kleine Unternehmen eingeführt, so genannte Förderfenster. "Kleine Unternehmen haben es erfahrungsgemäß schwerer, an Kredite zu kommen", erklärt KfW-Sprecher Wolfram Schweickhardt. "Das wollten wir damit ausgleichen."

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