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KfW soll Risiken in Milliardenhöhe übernehmen: Staat sichert Mittelstandskredite

exklusiv Die Bundesregierung will mit weiteren Milliardenhilfen die Kreditvergabe an Unternehmen sichern. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen soll die staatseigene KfW-Bankengruppe die angespannte Finanzierungslage von Kreditversicherern durch den gezielten Aufkauf von Bilanzrisiken verbessern.

von Sven Afhüppe und Klaus Stratmann
Das Logo der KfW Bankengruppe in Bonn. Das staatseigene Institut soll durch die Übernahme von Milliardenrisiken die Kreditvergabe an deutsche Unternehmen sichern. Foto: ap Quelle: ap
Das Logo der KfW Bankengruppe in Bonn. Das staatseigene Institut soll durch die Übernahme von Milliardenrisiken die Kreditvergabe an deutsche Unternehmen sichern. Foto: ap Quelle: ap

BERLIN. Ziel der milliardenschweren Rettungsaktion ist es, den Spielraum für die Vergabe von Kreditbürgschaften zu vergrößern, hieß es in Regierungskreisen. Ein Sprecher der KfW bestätigte entsprechende Überlegungen, betonte aber, dass derzeit verschiedene Modelle überprüft werden.

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Die internationale Finanzkrise stellt nach Einschätzung der Bundesregierung auch die deutschen Kreditversicherer vor enorme Herausforderungen und finanzielle Probleme. In den vergangenen Wochen hatten verschiedene Branchen, vor allem die Autozulieferindustrie, öffentlich geklagt, dass sie nur noch schwer Schutz von Kreditversicherern bekommen. Grund für die Zurückhaltung sind die stark wachsenden Ausfallrisiken. Um eine flächendeckende Kreditklemme in Deutschland zu vermeiden, will die Regierung deshalb Unternehmen wie der Euler Hermes Kreditversicherung unter die Arme greifen. Über Deutschlands führenden Kreditversicherer wickelt der Bund auch die Versicherung von Exportgeschäften ab.

An der genauen Umsetzung des neuen Rettungspakets arbeiten derzeit die zuständigen Experten im Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit der KfW-Bankengruppe. Bisher sehen die Pläne vor, dass die Frankfurter Staatsbank Risiken der Kreditversicherer in einem ersten Schritt in die eigenen Bücher nimmt, damit die Finanzinstitute neue Bankkredite versichern können. Die KfW soll nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen allerdings nicht dauerhaft diese Risiken halten, sondern über Verbriefungsgeschäfte weiterverkaufen. "Derzeit wird überlegt, wie genau der Verkauf der Risiken an institutionelle Anleger ablaufen könnte", sagte ein Sprecher der KfW. Allerdings sehe man aktuell durchaus Schwierigkeiten, für solche strukturierten Wertpapiere am Markt einen Käufer zu finden. Auch das Bundesfinanzministerium sieht an dieser Stelle noch Diskussionsbedarf.

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