KfW-Studie

Mittelstand immer weniger innovativ

Der Mittelstand gilt als der Motor der deutschen Wirtschaft. Doch besonders innovativ sind die Unternehmen in den vergangenen Jahren offenbar nicht. Die Investitionen gehen zurück, sogar bei Maschinenbauern.
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Der deutsche Mittelstand ist einer KfW-Studie zufolge immer weniger innovativ. Quelle: dpa
Getriebebau in Baden-Württemberg

Der deutsche Mittelstand ist einer KfW-Studie zufolge immer weniger innovativ.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands Mittelständler tun sich mit Innovationen einer KfW-Studie zufolge zunehmend schwer. Nur noch knapp jede dritte (28 Prozent) der kleinen und mittleren Firmen steckte demnach zuletzt noch Geld in neue Produkte oder Prozesse. Nach KfW-Berechnungen sank die Bereitschaft des deutschen Mittelstandes, Neuland zu betreten, im dritten Jahr in Folge.

Der Anteil innovativer Unternehmen liege inzwischen sogar niedriger als in den stark von der Finanzkrise beeinflussten Jahren 2007 bis 2009. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie bezieht sich auf die Jahre 2011 bis 2013, dies seien die aktuellsten verfügbaren repräsentativen Daten.

Als wesentlichen Grund für den Rückgang nennen die Ökonomen der Förderbank anhaltenden konjunkturellen Stillstand in weiten Teilen Europas. Das bremse selbst Unternehmen etwa aus Maschinenbau, Elektrotechnik oder Pharmaindustrie, die in der Regel häufig mit Neuerungen auf sich aufmerksam machten. „Wenn der Mittelstand an Innovationskraft einbüßt, dann sind das schlechte Nachrichten für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und auch für den Standort Deutschland“, befand KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld 2015 lasse nicht auf ein Anspringen der Innovationsaktivitäten im Mittelstand hoffen, heißt es in der Studie. Zum Mittelstand zählen die Autoren sämtliche Unternehmen in Deutschland, deren Jahresumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt. Nach dieser Definition gibt es derzeit 3,61 Millionen Mittelständler in Deutschland. Davon seien 1,01 Millionen Innovatoren.

  • dpa
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5 Kommentare zu "KfW-Studie: Mittelstand immer weniger innovativ"

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  • Auch die Grossindustrie ist wenig innovativ, spart sich der gemeine BWLer doch seit Jahrzehnten die Investition in F&E und kauft lieber erfolgreiche Mittelständler auf, so muss er in die Fehlschläge nicht mitfinanzieren, dachte er sich, als nur als Zahlen (weil er anderes nicht versteht) schielender BWLer.
    Nun spart sich der Mittelstand das auch, und übernimmt lieber erfolgreich von den Zulieferer in China erfundene Sachen, so denkt er, er spart sich die Fehlschläge und Entwicklung in China ist eh viel billiger, und noch billiger ist es wenn man sich nicht drum kümmern muss sondern es die Leute dort komplett machen lässt.
    Natürlich ist Beides eine Katastrophe und ruiniert den Industriestandort Deutschland nachhaltig, der schon heute im wesentlichen nur überlebt, weil wir Sklavenarbeiter zu Sklavenlöhnen haben, und teilweise darunter weil der Lohn nicht mal zum Leben reicht.
    Schaut man sich die Elektroindustrie an, sieht man wie Mittellständlern und Kleinunternehmen absichtlich konkurrenzverhindernde Steine in den Weg geelgt werden, dank CE /WEEE ist ein schon ein Export in europäische Länder nicht möglich weil man bereits für ein Einzelprodukt im dortigen WEEE System angemeldet sein müsste - zu Kosten die den Gewinn bei Verkauf eines Einzelproduktes massiv übersteigen. Danke Siemens, Danke an all die korrupten politikerbestechenden Grosskotzerne für die nachhaltige Ruinierung des deutschen Standortes. Schon im Versandhandel ist Deutschland heute ein Standortnachteil, das internationale Porto aus Hongkong ist billiger als das innerdeutsche Porto hier dank der gierigen Deutschen Post.

  • Da bedarf es doch einer journalistischen und BWL Aufarbeitung um den Ingenieuren zu sagen was sie alles falsch machen. Wir müssen uns den Südstaaten halt anpassen - wegen des Vereinigung Progresses. (Schäuble am Samstag) Da helfen die Null Zinsen enorm, und politisch ist es so gewollt. So einfach ist das.

  • Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge (Energiewende), dann der Betrug/Selbstbetrug (EEG) danach der Mangel (Steigung der Stückkosten durch steigende Strompreise) und zum Schluss die Armut in der Form des nicht mehr investieren in den stromintensiven und stormteuren EE-Standort Deutschland.

  • Nebenbei ist auch das natürlich eine Konsequenz aus der Niedrigzinsphase und Geldschwemme der EZB. Und warum macht das die EZB? Weil sich bei höheren Zinsen die Südländer nicht mehr finanzieren könnten und es die Schuldenlast der Nordländer, die derzeit die Südländer teilweise finanzieren, etwas mildert. Auch das ist die Folge eines Euros. Dieser Einheitszinssatz funktioniert einfach nicht.

  • Wer hätte das gedacht? Natürlich nicht. Warum war Fiat unter der italienischen Lire nicht innovativ? Weil sie über den Preis verkaufen konnten. Deutschland war innovativ, warum? Weil sie gezwungen waren immer besser als die anderen zu sein, die günstigsten zu sein war nicht möglich. Und jetzt wundert man sich, warum die Firmen keine innovativen Leistungen erbringen? Weil es sich derzeit nicht lohnt, das Zeug verkauft sich auch so. Dass das für die Zukunft natürlich fatal ist, ist klar. Aber systembedingt.

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