Konferenz für Handwerk und Kleinunternehmen
Merkel verspricht Kleinunternehmen mehr Forschungsmittel

Angela Merkel (CDU) hat den kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland mehr staatliche Forschungsmittel in Aussicht gestellt. Davon hänge die Zukunft des Mittelstandes ab, sagte die Bundeskanzlerin.

HB STUTTGART. Auf der 4. Europäischen Konferenz für das Handwerk und Kleinunternehmen sagte die Kanzlerin am Dienstag in Stuttgart, es müsse gelingen, mehr Forschungsmittel in die kleineren und mittleren Unternehmen fließen zu lassen. Die Zukunft des Mittelstandes hänge auch davon ab, wie sie Forschung betreiben könnten. Die Gefahr sei groß, dass die kleinen Betriebe sonst Wettbewerbsnachteile erleiden könnten. Europa könnte nach ihren Worten zwei Prozent mehr Wachstum haben, wenn mehr für die mittelständischen Unternehmen und die Handwerksbetriebe getan würde.

In ihrer Eigenschaft als EU-Ratspräsidentin sagte sie vor über 1000 Handwerkern aus den 27 Mitgliedstaaten, den europäischen Kleinbetrieben einen Abbau der Bürokratiekosten zu. Bis zum Jahr 2012 sollten die Bürokratiekosten um 25 Prozent gesenkt werden. Sie brachte in diesem Zusammenhang eine Kontrolle des Vorhabens durch externe Beobachter ins Gespräch. Die Kanzlerin sieht für kleine und mittlere Unternehmen große Potenziale etwa in der Entwicklung von Umwelttechnologien.

Die Kanzlerin lobte das Handwerk und den Mittelstand wegen des Aufbaus neuer Arbeitsplätze. Binnen Jahresfrist seien in Deutschland 600 000 Stellen neu geschaffen worden, viele davon gerade von kleinen Unternehmen und Handwerksbetrieben. In der Zeit deutschen Ratspräsidentschaft stehe vieles für den Mittelstand auf der Tagesordnung, sagte die Kanzlerin.

Merkel unterstrich, ohne die mittelständischen Unternehmen und das Handwerk wäre das europäische Sozialmodell nicht möglich. Viele Menschen in den neuen Mitgliedstaaten der EU wüssten wie schwierig es sei, in die Selbstständigkeit zu gehen. Kleine und mittlere Unternehmen müssten künftig das Markenzeichen der europäischen Wirtschaft sein.

Bildung und Ausbildung nannte die Kanzlerin eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft. Das Potenzial Europas werde künftig von gut ausgebildeten Fachkräfte abhängen. Nicht nur Hochschulabsolventen, sondern auch jungen Menschen in der Berufsausbildung, müssten Auslands- und Sprachkenntnisse vermittelt werden. Dringend notwendig sei lebenslanges Lernen.

Merkel appellierte an die Handwerker in Europa, Kooperationen einzugehen und über die Grenzen hinweg ihre Interessen zu vertreten. Die Handwerker sollten auch mehr Einfluss bei den technischen Normen innerhalb Europas nehmen.

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