Kongress „Geo-Business 2006“
Geoinfomationstechnologie – Wirtschaften nach Karten

Nano- und Biochtechnologie zählen zu den Querschnittstechnologien des 21. Jahrhunderts. In ihrem Schatten steht die Geoinfomationstechnologie. Doch langsam erkennen Wirtschaft und Politik das Potenzial. Ein Kongress zeigt die Möglichkeiten auf.

HB DÜSSELDORF. Am 15. und 16. November 2006 findet in Mainz der Kongress „Geo-Business 2006“ statt. Die Kommission für Geoinformationswirtschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (GIW-Kommission) veranstaltet die Tagung gemeinsam mit der Initiative D21 und dem ZDF. Unter dem Leitmotiv „Erfolg mit Geo-Wissen“, richtet sich der Kongress an Entscheidungsträger aus klein- und mittelständischen Unternehmen, Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Laut der Veranstalter boomt die Geo-IT-Branche seit Jahren – und das weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Immer mehr Wirtschaftszweige nutzen demnach die Technik. Die mit ihrer Querschnittstechnologie GIS (Geoinformationstechnologie) arbeitende Geo-IT-Branche birgt Milliardenpotenziale: Eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ermittelte 8 Mrd. Euro Wertschöpfungspotenzial allein aus der wirtschaftlichen Nutzung staatlicher Geoinformationen. Die US-Regierung zählt die Geo-IT-Branche neben Bio- und Nanotechnologie zu den drei wichtigsten Technologien der Zukunft.

Die Geoinformationstechnologie beantwortet grundlegende Fragen von Unternehmen: Wo lässt sich möglichst günstig produzieren? Wo am wirkungsvollsten die Waren anbieten? Wie den Vertrieb optimal organisieren? Statt abstrakter Tabellen, Listen oder Texten geben leicht interpretierbare Karten Auskunft.

Das Ausgangsmaterial bekommt die Geo-Branche zumeist bei staatlichen Stellen, in Deutschland speziell den Katasterämtern. Dort hinterlegt sind etwa Lage und Höhe eines Ortes beziehungsweise einer Region. Hinzu kommen Daten zur Kaufkraft oder zur Demographie.

Banken und Versicherungen nutzen Geodaten

Einer der eifrigsten Nutzer von Geodaten ist die Finanzbranche. Kreditinstitute suchen so etwa den besten Standort für eine Filiale, Versicherungen grenzen ihre Kundenzielgruppen räumlich ein und verbessern so ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Dank des Projekts zur Ermittlung „deutschlandweiter digitaler Deichlinien“ bekommt die Versicherungswirtschaft Daten an die Hand, um Hochwasser-Versicherungen kalkulieren zu können.

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit für Geodaten bietet die Geothermie, die umweltfreundliche Energieversorgung durch Erdwärme. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks will die in den Landesbehörden vorhandenen Daten zur Geothermie aufbereiten. Interessierte sollen die Informationen per Internet recherchieren und so die Kapazitäten der zur Nutzung der Erdwärme notwendigen Wärmepumpen errechen können.

Der Kongress „Geo-Business 2006“ zeigt an diesen und anderne Beispielen, wie die Technologie funktioniert und welchen Mehrwert die Einbindung von Geoinformationen in Geschäftsprozesse bringt. Das Programm und weitere Informationen finden Sie auf » www.geobusiness.org.

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