Konjunktur und starker Euro bremsen
Exporte in die USA sind rückläufig

Die abgeschwächte Konjunktur in den USA und der starke Euro bremsen die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gingen die Ausfuhren in die USA vergangenes Jahr um 5,9 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro zurück.

HB WIESBADEN. Nach Einschätzung des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) ist der Rückgang vor allem auf die schwächere US- Konjunktur zurückzuführen. Zudem habe der starke Euro die Exporte erschwert. „Das schmerzt schon sehr“, sagte Sprecher André Schwarz. Angesichts der Höchststände des Euro im Vergleich zum Dollar rechnet der Verband auch im laufenden Jahr mit rückläufigen Exporten in die USA.

Insgesamt stiegen die deutschen Exporte 2007 allerdings um 8,5 Prozent auf 969 Milliarden Euro. Hier rechnet der BGA in diesem Jahr mit einem weiteren Plus von fünf Prozent. Damit würde erstmals die Marke von einer Billion Euro überschritten.

Unter den 15 wichtigsten Exportländern verzeichneten Polen mit plus 24,3 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro und Russland mit 20,6 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro besonders starke Zuwächse. Nach Einschätzung des BGA werden die Exporte nach Russland auch in diesem Jahr um rund 20 Prozent zulegen. Russland brauche viele Investitionen in die Infrastruktur und deutsche Firmen hätten genau diese Produkte im Angebot. Zudem habe das rohstoffreiche Land wegen der hohen Energiepreise ausreichend Geld.

Für China weisen die Statistiker ein Plus von 8,9 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro aus. Der BGA geht davon aus, dass Russland in diesem Jahr China in der Rangfolge der wichtigsten Exportländer überholt. Hintergrund sei auch, dass China stark von der US-Wirtschaft abhänge.

Wichtigstes Exportland Deutschlands bleibt das Nachbarland Frankreich. Hier wurde im vergangenen Jahr ein Exportplus von 10,4 Prozent auf 93,9 Milliarden Euro verzeichnet. Auf den nächsten Plätzen folgten wie im Vorjahr die USA, Großbritannien, Italien und die Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind das wichtigste Exportland Deutschlands außerhalb Europas. Auch unter den Einfuhrländern steht Frankreich an der Spitze, gefolgt von den Niederlanden, China und den USA.

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