Kontaktbörsen für Mittelständler
Eventmanager lädt zum Stelldichein für Chefs

Ulf Hofes ist Speditionskaufmann, und bis 2003 hat er mit seiner Agentur Events für Unternehmen geplant und organisiert. Doch er hat sich auch immer schon für Messen interessiert, und fand dass Mittelständler dort häufig zu kurz kommen. Also rief er selbst eine Messe ins Leben, auf der alles anders ist.

KÖLN. Seit 2003 organisiert der Unternehmer in ganz Deutschland Unternehmertreffen namens „Business to Dialog“ (B2D). Mittelständler können sich hier für wenige hundert Euro kleine Standard-Stände mieten und ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Im Vergleich zu den Kursen auf etablierten Fachmessen ein Kampfpreis, den auch kleine Unternehmen schneller zu zahlen bereit sind. Hofes bringt sie dafür nicht mit Chefeinkäufern aus Brasilien und Japan zusammen. Sondern mit ihren Nachbarn: „Oft wissen kleinere und mittlere Unternehmen gar nicht, welcher Betrieb zwei Kilometer weiter arbeitet“, sagt Hofes. Die B2D-Foren haben bewusst nur ein regionales Einzugsgebiet, es sind ausschließlich Fachbesucher zugelassen. Außerdem treffen sich hier Unternehmer der verschiedensten Branchen.

Zehn Messen hat Hofes in diesem Jahr veranstaltet, die größte in der Veltins-Arena auf Schalke auf 8 500 Quadratmetern mit rund 300 Ausstellern. Mittlerweile hat er sein Unternehmen voll auf B2D ausgerichtet. Denn die Foren kommen an. „Ich habe meine Lebensaufgabe gefunden“, sagt Hofes. „Ich kann mich mit Messen beschäftigen, dazu mit Vertrieb, Marketing und Netzwerken.“

Inzwischen kooperiert der Veranstalter mit über 50 Verbänden und Organisationen, unter anderem mit dem Bundesverband Mittelständischen Wirtschaft (BVMW). Dessen Präsident Mario Ohoven lobt das Konzept: Solche Messen seien zwar nicht völlig neu, aber bisher Mangelware. „Herr Hofes hat eine Marktlücke geschlossen.“

Dass die B2D-Foren mit dem breiten Branchenangebot echte Gemischtwarenläden sind, ficht Ohoven nicht an. Nur wenn alle Mittelständler enger zusammenrückten, hätten sie auf dem globalisierten Markt eine Chance, meint der Verbandsfunktionär. Doch dazu fehlten vielen die Mittel. „Hofes hat eine Lösung gefunden“, lobt Ohoven. Auch das Feedback der Mitgliedsunternehmen des BVMW sei positiv. „Sie erzählen, dass sie dort neue Aufträge bekommen haben oder stellten erstaunt fest, welche Unternehmen es in ihrer Region noch so gibt.“

So wie der Werbepräsenthändler Michael Salzburger. Der hat gerade auf einem B2D-Forum einen ganzen Tag lang per Laser Kundennamen in Kugelschreiber graviert - und ist hochzufrieden: „Wir haben mehrere hundert Kontaktadressen bekommen. Eine glänzende Plattform.“

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