Konzentrationsprozess
Die Genossen bleiben voll im Spiel

Die Gewerblichen Verbundgruppen und Genossenschaften, die für den Mittelstand Einkauf und Marketing organisieren, gewinnen mit Blick auf die Konsumflaute an Gewicht. Wie der Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) in Berlin feststellt, konnten insbesondere die Genossenschaften des Konsumgüterhandels (Schuhe, Hausrat, Möbel, Drogerien und Textilien) ihren Umsatz um 10,9 Prozent auf 7,1 (6,4) Mrd. Euro steigern.

rv DÜSSELDORF. Die Erlössteigerung zeigt aus Sicht des ZGV-Präsidenten Joachim Siebert, „wie viele selbstständige Facheinzelhändler erkannt haben, dass sie über die Nutzung der Einkaufs- und Marketingmacht einer Verbundgruppe ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können“.

Gleichwohl müssen die traditionsreichen Organisationen des Mittelstands auf die Veränderungen des Marktes reagieren. Sie tun das durch Zusammenschlüsse, um die Wettbewerbsfähigkeit der Zentralen zu fördern. Innerhalb von zwei Jahren ist die Zahl der Verbundgruppen denn auch um 4,2 % gesunken. 2001 gab es noch 1 056 Unternehmen, 2003 waren es nur noch 1 011. Vor allem im Konsumgüterhandel sank die Zahl der Genossenschaften laut ZGV um 13,5 % von 52 (2001) auf 45 im Jahr 2003.

Nach Beobachtung des ZGV ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen: Siebert ist überzeugt, dass der Konzentrationsprozess sogar noch zunimmt: „Wie bereits heute bei Lebensmittel und Textil werden wir in zehn Jahren nur noch wenige bis einzelne Kooperationen pro Branche haben.“

Der ZGV repräsentiert 300 Kooperationen mit 180 000 Einzelhandels- und Handwerksunternehmen aus 30 Branchen. Zum Genossenschaftstyp gehören Edeka und Rewe als größte Vertreter, aber auch Bäko, Ariston-Nord-West-Ring, Intersport, Euronics und Vedes.

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