Kooperation
Bayernhafen setzt auf Alternativen zum Binnenschiff

Die Bayernhafen-Gruppe will sich stärker innerhalb Europas vernetzen und baut dazu ihre Kapazitäten außerhalb der Wasserwege aus. Der größte deutsche Binnenhafen-Betreiber außerhalb der Rheinschiene hat jetzt eine Kooperationsvereinbarung mit dem italienischen Güterverkehrszentrum Interporto Bologna geschlossen.

DÜSSELDORF. Die Bayernhafen-Gruppe verstärkt jenseits von Donau und Main-Donau-Kanal Geschäfte machen und hat jetzt eine Kooperationsvereinbarung mit dem italienischen Güterverkehrszentrum Interporto Bologna geschlossen. Der Konzern, der dem Freistaat Bayern gehört, betreibt Häfen in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Von da aus will das Unternehmen jetzt den bereits seit April laufenden Güterverkehr auf der Schiene nach Bologna intensivieren.

"Wir wollen uns verstärkt bemühen, unsere Güterverkehrszentren mit anderen Drehscheiben in Europa zu vernetzen", sagt Bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann. Auf der Achse Bologna - Bayern gehe es darum, Verkehrsströme etwa von den italienischen Seehäfen nach Polen, Tschechien und auch über den Wasserweg nach Südosteuropa zu bündeln.

Intensive Kontakte hat die bayerische Gruppe auch nach Budapest aufgebaut. Trotz Kanal und Fluss läuft vor allem der kombinierte Verkehr mit Lkw-Aufbauten auf der Schiene. "Auf der Donau wird auf absehbare Zeit Massengut die beherrschende Fracht bleiben", schätzt Zimmermann. Gerade der Standort Nürnberg sei aber ein Beispiel für das "wachsende Bewusstsein, dass es in der Hafenlogistik nicht nur auf die Wasserstraße, sondern auf alle Verkehrsträger ankommt."

Das bestätigt auch Axel Eisele, Logistikexperte im Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg. Der vor 37 Jahren mit dem Bau des Main-Donau-Kanals völlig neu entstandene Hafen sei seinerzeit "sehr weise und vorausschauend geplant" worden. Er ermögliche die optimale Verknüpfung der Verkehrsträger. "Heute noch rennen uns die Leute aus aller Welt die Bude ein, um dieses mustergültige Stück Planung zu sehen", sagt Eisele.

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