Kosten in den Metropolen steigen
Die teuersten Bürostädte weltweit

Für Unternehmen, die bei der Standortsuche auf günstige Immobilienkosten achten, wird die Auswahl immer kleiner. Grund: In den wichtigsten Metropolen stiegen die Kosten für den Unterhalt von Büroarbeitsplätzen 2006 erneut stark an. Mancherorts wird das Angebot an modernen Einheiten sogar knapp. Unter den zehn teuersten Standorten sind gleich sechs westeuropäische Städte.

bfai PARIS. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Global Office Occupancy Costs Survey 2007", die der Immobilienberater DTZ im März vorgelegt hat. Insgesamt untersuchte die Gesellschaft 134 Geschäftsviertel in 46 Staaten. Mit dieser Studie wolle die DTZ Unternehmen eine kostenorientierte Entscheidungshilfe bei der Standortwahl bieten, äußerte sich Christiane Dörr von der DTZ Frankfurt gegenüber der bfai am Rande der Immobilienmesse "MIPIM" im südfranzösischen Cannes.

"Die guten Vermietungsergebnisse der vergangenen Monate haben den Anteil ungenutzter Flächen abschmelzen lassen und den Wettbewerb um Spitzenobjekte und -lagen verschärft," so Jörg Nehls, DTZ-Chef in Deutschland in einer Presseerklärung. "Die Zahlen verraten dabei viel über die wirtschaftliche Dynamik der untersuchten Wirtschaftszentren. Wo die Preisschraube am schnellsten anzieht, gibt es in der Regel auch das größte Beschäftigungswachstum", resümiert Nehls.

Die weltweit kostspieligsten Bürostandorte sind im Laufe des vergangenen Jahres erneut teurer geworden. Zwar hat sich an der Reihenfolge im Spitzenteam London West End, Hongkong und Paris nichts geändert, an den Kosten aber wohl. So erreichten die Belegungskosten Anfang 2007 in London West End 17.470 Euro pro Jahr. Dies entspricht einer Teuerungsrate von 17% im Vergleich zum Vorjahr. In Hongkong mussten Büronutzer ein Plus von 15% hinnehmen. Auch an der Seine haben die Unternehmen höhere Belastungen zu beklagen. Hier fiel der Anstieg mit 5% hingegen deutlich moderater aus.

Die hohen Preise schmälern keineswegs die Beliebtheit der Top-Standorte. Eine im April veröffentlichte Studie der Consultinggesellschaft Ernst & Young analysiert die Gründung ausländischer Niederlassungen in 15 Metropolen westeuropäischer Staaten im Laufe des Jahres 2006. Von den insgesamt registrierten 989 neu installierten Europazentralen, Verwaltungssitzen, Produktionsstätten und Forschungszentren entfielen mit 250 die meisten auf London und 192 auf Paris. Mit deutlichem Abstand folgt auf Rang drei Madrid (75) vor Barcelona/Katalonien (74) und Stockholm (61).

Die auffälligsten Kostenentwicklungen hat die DTZ auf den Positionen im mittleren Klassement ausgemacht: 6.290 Euro pro Arbeitsplatz waren in New York City Downtown noch Anfang 2006 üblich. Anfang 2007 lag der Wert bei durchschnittlich 9.250 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von 47%. Eine ähnliche Entwicklung bietet Kanada. In Calgary erreichen die Belegungskosten Anfang 2007 8.490 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr, 42% mehr als vor Jahresfrist.

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