Kreditanstalt für Wiederaufbau stellt Mezzanine-Kapital zur Verfügung
Finanzierung von mittelständischen Unternehmen mit öffentlichen Fördermitteln

Ist eine Unternehmensbeteiligung ohne ausreichende Absicherungsmöglichkeiten der Finanzierung realisierbar?

Einem Düsseldorfer Betriebswirt ist dies wie vielen anderen Unternehmern und Gründern gelungen: Er entschied sich, in die Werbeagentur eines befreundeten Designers einzusteigen und erhielt das nötige Kapital dafür von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), einer bundeseigenen Förderbank. Als weiterer Geschäftsführender Gesellschafter komplettiert er nun das Unternehmen mit seinem Know-how und seitdem erlebt die im Düsseldorfer Medienhafen ansässige Agentur ein rasantes Wachstum: Sie erhält Aufträge von renommierten Firmen und wird für ihre kreativen Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet.

Mittelständischen Unternehmern und Gründern fehlt es häufig an banküblichen Sicherheiten, um Darlehen zur Finanzierung ihres Kapitalbedarfs von Hausbanken zu erhalten. Um dieses Problem zu lösen, stellt die KfW bundesweit Mezzanine-Kapital zur Verfügung, für das keine Sicherheiten gestellt werden müssen. Vergeben werden die Darlehen über die Hausbanken der Unternehmer und Gründer. Diese bekommen das Geld von der KfW zur Durchreichung zur Verfügung gestellt und zahlen im Falle einer Tilgungsunfähigkeit des Unternehmers die Fördermittel nicht an die KfW zurück.

Mezzanine-Kapital vergibt die KfW im Rahmen des Programms "Unternehmerkapital" in drei Varianten: Für Existenzgründer, vor Gründung und in den ersten beiden Jahren nach Gründung, steht das "Kapital für Gründung" bereit. Damit können Investitionen, auch Firmenübernahmen, ein erstes Warenlager und Kosten der Markterschließung finanziert werden. Mit diesen Mitteln wird das vorhandene Eigenkapital auf 40 Prozent der Kosten der Gesamtinvestition aufgestockt. Bedingung ist, dass das Eigenkapital am Kapitalbedarf in den alten Bundesländern mindestens 15 Prozent und in den neuen Bundesländern mindestens 7,5 Prozent beträgt.

Ist das Unternehmen älter als zwei aber noch keine fünf Jahre alt, stellt die KfW "ERP-Kapital für Wachstum" zur Verfügung, das 40 Prozent der Finanzierungssumme abdeckt. Von den Antragstellern erwartet die KfW keinen Eigenkapitaleinsatz, doch von den Hausbanken verlangt sie in diesem Fall, dass sie Finanzierungsmittel in gleicher Höhe wie sie selbst bereitstellen. Mit diesem Darlehen können Investitionen und Warenlager finanziert werden, jedoch keine Markterschließung. Die Laufzeiten sowohl für "Kapital für Gründung" als auch "ERP-Kapital für Wachstum" betragen 15 Jahre, sieben davon sind tilgungsfrei.

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