Kreditversorgung
Familienunternehmer zahlen höhere Zinsen

Eine Verknappung von Krediten sehen deutsche Familienunternehmer derzeit nicht, sie sehen sich allerdings verschärften Konditionen und höheren Zinsen ausgesetzt. Das zeigt eine Umfrage, die der Verband "ASU - Die Familienunternehmer" gemacht hat.

HB BERLIN. Rund 83 Prozent der von dem Verband befragten Unternehmen gaben an, bei der Versorgung mit Fremdkapital aktuell keine Probleme zu haben. Rund 30 Prozent der 500 befragten Firmen meldeten verschärfte Kreditkonditionen. Die Hausbanken verlangten höhere Kreditzinsen oder seien kritischer bei möglichen Risiken. Laufende Kreditlinien werden aber äußerst selten gekappt oder gekürzt: Knapp 92 Prozent der Firmen erklärten, dies sei bei ihnen nicht der Fall gewesen.

Verbandspräsident Patrick Adenauer sagte der Deutschen Presse- Agentur dpa, in der Krise sei es ein großer Vorteil, dass viele Unternehmen in den vergangenen Jahren ihre Eigenkapitalquote deutlich erhöht hätten. "Eine bessere Eigenkapitalausstattung beflügelt die Bonität und senkt den Bedarf an Fremdkapital."

Die Politik müsse jetzt dringend Maßnahmen für eine weitere Stärkung der tatsächlichen Eigenkapitalausstattung ergreifen, damit die Rezession die Unternehmen nicht noch massiver erfasst. "Mehr Eigenkapital bedeutet mehr Abwehrkräfte in Zeiten der Rezession", sagte Adenauer.

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