Küchenbauer
Alno kämpft um seine Zukunft

Mit einiger Verspätung soll im Juni der Jahresbericht für 2011 auf dem Tisch liegen. Das neue Finanzierungskonzept des Küchenbauers soll vorangekommen sein. Nun blickt man bei Alno wieder optimistisch in die Zukunft.
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DüsseldorfDer Küchenhersteller Alno hat jetzt einen konkreten Termin genannt, zu dem er seinen Jahresbericht 2011 vorlegen will: den 14. Juni. Die eigentlich vorgeschriebene Frist bis Ende April hatte der Konzern verstreichen lassen, weil die Wirtschaftsprüfer ein neues Finanzierungskonzept verlangten.

Der Vorstand um Konzernchef Max Müller habe bei den Verhandlungen über ein neues langfristiges Finanzierungskonzept "wesentliche Fortschritte" gemacht, teilte Alno bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2012 am Freitag mit. Mehrere alte und neue Kapitalgeber hätten "ihren Investitionswillen unterstrichen". Jetzt solle das neue Konzept noch vor den Sommerferien verabschiedet werden.

Für einen normalen Jahresabschluss braucht das börsennotierte Unternehmen eine positive Fortführungsprognose. Dieser "Going-Concern"-Vermerk besagt, dass das Unternehmen voraussichtlich die Kraft und den Willen zur Fortführung hat. Nach früheren Angaben von Alno machen die Wirtschaftsprüfer für ihre Zustimmung zu diesem Vermerk zur Voraussetzung, dass ein neues Finanzierungskonzept steht. Alno arbeitet daher wohl an einer Kapitalerhöhung.

Zudem verwies das Unternehmen darauf, die Quartalszahlen seinen deutlich besser ausgefallen, als vor einem Jahr zu erwarten gewesen wäre. Der operative Verlust (Ebit) sank von 7,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 1,9 Millionen Euro.

Zur Besserung trug bei, dass Umstrukturierungen in einem Werk der Konzernmarke Wellmann abgeschlossen sind. Alno verwies auch auf einen Forderungsverzicht eines Großaktionärs, der den Konzern im Januar um 25 Millionen Euro Lasten erleichtert habe.

Bei Möbelhändlern sorgt die angespannte Lage von Alno für Verunsicherung. Das könne dazu führen, dass Verkäufer den Kunden Alno-Küchen nur noch ungern anbieten, sagen Branchen-Insider. Zudem seien die Möbelhäuser wegen der Negativschlagzeilen weniger zu Zugeständnissen an Alno bereit.

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