
PfullendorfDer angeschlagene Küchenmöbelhersteller Alno kommt allmählich aus den tiefroten Zahlen. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei der Verlust in den ersten drei Quartalen von 23,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 0,7 Millionen Euro zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach vorläufigen Zahlen in Pfullendorf mit.
Vor allem der Verzicht auf extreme Rabatte habe sich beim Ergebnis positiv bemerkbar gemacht. Dadurch schwächte sich allerdings das Umsatzwachstum wieder ab. Die Erlöse zwischen Januar und September kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 338,9 Millionen Euro. Angaben zum Nachsteuerergebnis machte Alno nicht.
Der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland hatte nach Angaben des Vorstands in den vergangenen Jahren mit hohen Rabatten den Absatz hoch gehalten, dabei aber hohe Verluste in Kauf genommen. Vor zwei Monaten stand das Unternehmen mit seinen rund 1800 Mitarbeitern schließlich kurz vor der Insolvenz. Dann brachten Aktionäre, Banken und Lieferanten ein Sanierungsprogramm auf den Weg, das Alno wieder auf eine solide finanzielle Basis stellen soll. Den Quartalsbericht will das Unternehmen am 16. November veröffentlichen.