Küchenbauer
Alno macht weniger Verlust

Der Küchenbauer Alno bekämpft seine roten Zahlen mit höheren Preisen. Der Halbjahresverlust hat sich mehr als halbiert. Stimmen die Aktionäre jetzt noch einem Hilfspaket zu, ist eine Insolvenz vorerst abgewendet.
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PfullendorfDer kriselnde Küchenbauer Alno hat seinen Verlust im ersten Halbjahr spürbar reduziert. Von Januar bis Juni habe unterm Strich ein Minus von 8,1 Millionen Euro gestanden, im Vorjahreszeitraum war es noch einen Verlust von 22,9 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag bei der Hauptversammlung im oberschwäbischen Pfullendorf mit. Es sei gelungen, für alle Marken des Konzerns höhere Preise durchzusetzen. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 230,9 Millionen Euro. Auch für das gesamte Geschäftsjahr 2012 zeichne sich eine Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis ab, betonte der Vorstand.

Alno schreibt seit Jahren rote Zahlen und war dadurch in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten. Alno-Chef Max Müller hat die Aktionäre deshalb eindringlich auf das geplante Rettungspaket eingeschworen. „Ich will nichts beschönigen: Ohne ein erhebliches finanzielles Entgegenkommen der einzelnen Kreditgeber, der Hauptaktionäre und anderer Alno-Gläubiger in den vergangenen Wochen wäre eine Insolvenz der Gesellschaft nicht mehr abzuwenden gewesen“, sagte er bei der Hauptversammlung.

Alno hatte sich vor gut einem Monat mit seinen Hauptaktionären und den wichtigsten Banken auf das Finanzierungskonzept geeinigt. Investoren schießen demnach mehr als 46 Millionen Euro frisches Geld in das klamme Unternehmen, Banken erlassen Kredite in Höhe von knapp 11 Millionen Euro, Geschäftspartner lassen Alno mehr Zeit, um Forderungen von bis zu 62 Millionen Euro zu begleichen.

Seine Schulden hat der 1850 Mitarbeiter zählende Konzern seit Jahren angehäuft. Seit dem Börsengang 1995 gab es nur in drei Jahren einen knappen Gewinn. Im vergangenen Jahr stand bei einem Umsatz von 452,8 Millionen Euro unter dem Strich ein Verlust von 25,6 Millionen Euro. 2013 peilt Alno zum ersten Mal seit vielen Jahren ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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