Küchenbauer
Alno verbessert sich aus der Verlustzone

Der angeschlagene Küchenmöbelhersteller Alno kommt den schwarzen Zahlen dank besserer Geschäfte im Ausland wieder näher. Der gesteigerte Export ließ die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr steigen, so das Unternehmen.
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PfullendorfVor Zinsen und Steuern ging der Verlust in den ersten neun Monaten des Jahres von 23,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,1 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen am Freitag in Pfullendorf mitteilte. Den Angaben zufolge machten sich vor allem verstärkte Aktivitäten beim Export positiv bemerkbar. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 338,9 Millionen Euro.

Vor allem den chinesischen Markt will das Unternehmen weiter erschließen, aber auch in Dänemark und Belgien seien neue Kunden hinzugekommen, erklärte Alno-Vertriebschef Elmar Duffner.

Der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland war im August nur knapp vor der Pleite gerettet worden, weil Aktionäre, Banken und Lieferanten ein Sanierungsprogramm auf den Weg gebracht hatten. Ende des Monats soll zudem eine dringend nötige Kapitalspitze von Investoren 46 Millionen Euro frisches Geld bringen. Alno wertet die jüngsten Zahlen auch als ersten Erfolg des Sanierungsprogramms.

Zum Gewinn machte Alno keine Angaben. Nach sechs Monaten hatte Alno laut Halbjahresbericht bei einem Ebit von minus 1,4 Millionen Euro unter dem Strich einen Verlust von -8,1 Millionen Euro ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg in den ersten neun Monaten auf 8,8 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte im selben Zeitraum noch ein Minus von 12,5 Millionen Euro gestanden. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand derzeit mit einem Ebitda von mehr als 10 Millionen Euro. Zuletzt arbeiteten rund 1.800 Menschen für die Gruppe.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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