Küchenmöbelhersteller
Alno will wieder Gewinne schreiben

Der Küchenmöbelhersteller Alno will nach mehreren schlechten Jahren wieder profitabel werden. Dabei liegt die Hoffnung vor allem auf dem Geschäft im Ausland. Hier sind deutsche Küchen offenbar beliebter als daheim.

HB PFULLENDORF/STUTTGART. Im laufenden Jahr plant Alno, zunächst beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schwarze Zahlen zu schreiben. In den ersten fünf Monaten des Jahres habe der Auftragseingang schon über den Erwartungen gelegen. Alno mit Sitz im oberschwäbischen Pfullendorf hatte im vergangenen Jahr sein EBIT deutlich verbessert und nur noch ein Minus von 0,9 Mio. Euro nach 49,5 Mio. im Jahr 2007 ausgewiesen.

Zwar leide Alno unter der Wirtschafts- und vor allem unter der Immobilienkrise. Trotzdem gebe es besonders im Ausland gute Wachstumschancen, sagte Vorstandschef Jörg Deisel. In drei Jahren will die Gruppe die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften, derzeit ist es etwa ein Drittel. Dafür müsse sich Alno aber noch stärker von der Konkurrenz unterscheiden. „Die Küche ist erfunden. Wir können nur um die Küche herum andere Dinge ins Feld schieben, um uns zu differenzieren“, betonte der Vorstandschef.

Besonders schwierig sei es derzeit für die Marken Wellmann und Impuls, die im mittleren Preissegment angesiedelt sind. Für die Premium-Marke Alno zeigte sich der Vorstandschef hingegen optimistisch. „Wer sich eine Alno-Küche leisten kann, der kauft sie auch in schlechten Zeiten.“

Mit einiger Sorge verfolge man allerdings die Situation beim strauchelnden Versandhändler Quelle, der zu den größten Alno-Kunden gehört. Trotzdem sei das Ziel eines positiven EBIT selbst dann zu erreichen, wenn Quelle als Kunde ganz wegfallen sollte, versicherte Deisel.

In der Alno-Gruppe sind 1900 Menschen beschäftigt, die Küchen der Marken Alno, Impuls, Pino und Wellmann herstellen.

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