Kühles Blondes für die USA: Deutsche Bierbrauer streben nach Amerika

Kühles Blondes für die USA
Deutsche Bierbrauer streben nach Amerika

„Es gibt kein Bier auf Hawaii“ heißt es in einem alten Schlager. Biertrinker erleben in den USA ein anderes Bild. In den Metropolen ist das Angebot vielfältig. Auch deutsche Brauer wollen mitmischen.
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New York/BremenAutos und vor allem Bier. Für diese Produkte ist Deutschland bekannt. Auf dem riesigen US-Markt ist das kühle Blonde aus Germany allerdings eher ein Exot. Auf dem Weg nach Übersee müssen mittelständische Brauer viele Klippen umschiffen. Dennoch wollen mehrere deutsche Bierhersteller stärker Fuß fassen. Der Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev kann mit seinem globalen Netzwerk und seiner Marktmacht die Muskeln spielen lassen. Er braut jetzt seine deutsche Biermarke Beck's auch vor Ort in den Staaten.

Der exzellente Ruf des deutschen Bieres in den USA spiegelt sich nicht in der Topliga wider. Die US-Massenbiere Bud Light, Coors Light und Miller Lite beherrschen nach Daten des Marktforschers SymphonyIRI den Markt.

Bei den Bierimporten stand Deutschland anderen Statistiken zufolge 2010 mit 1,4 Millionen Hektolitern und einem Anteil von 4,4 Prozent nur auf dem vierten Platz hinter Mexiko, den Niederlanden und Kanada. In den USA selbst wurden 2010 rund 230 Millionen Hektoliter Bier hergestellt - mehr als doppelt so viel wie in ganz Deutschland.

Für deutsche Brauer gibt es beim US-Export viele Hürden, beschrieb Horst Dornbusch von Cerevisia Communications die Lage auf einem Bierkongress in Düsseldorf. Mit mehr als 1800 kleinen US-Brauereien und weiteren 750 in der Planung wachse die Konkurrenz täglich. Nicht nur der Schiffstransport sei lang. In den Vereinigten Staaten führe der Weg zum Verbraucher über mehrere Stufen vom Importeur über Lieferanten und Einzelhändler. Das verteuere das Bier erheblich. Eine Alternative zum Export sei, Bier vor Ort in Lizenz brauen zu lassen.

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Im Vergleich zu AB InBev sind deutsche Brauer Zwerge

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