Kultgerät von Vorwerk
Wofür braucht man eigentlich einen Thermomix?

Der Thermomix ist Küchenmaschine und Statussymbol gleichermaßen. Was aber macht man eigentlich mit so einem Gerät? Ein 3-Sternekoch, eine Foodbloggerin und eine Hobbyköchin erklären, wofür sie den Thermomix nutzen.

DüsseldorfEigentlich ist der Thermomix bloß eine Küchenmaschine. Sie wiegt, wärmt, rührt und zerhäckselt. Doch das gut 1100 Euro teure Gerät wird von einer großen Zahl von Nutzern regelrecht verehrt. Selbst Kopien finden gewaltigen Anklang. Als Discounter eine günstige Maschine mit ähnlichen Eigenschaften anbot, kam es in einigen Filialen zu Tumulten.

Sicher, die Vorzüge des Thermomix klingen verlockend. In der Maschine lassen sich einzelne Zutaten zubereiten oder ganze Gerichte. Aber was genau macht eigentlich wer damit?

Sven Elverfeld gehört zu den besten Köchen der Welt. Nicht nur ist sein Restaurant mit Höchstnoten in allen Gourmetführern ausgezeichnet, in der Liste „The World's 50 best restaurants“ rangiert das Aqua im Wolfsburger Ritz-Carlton auf Rang 33. Teil des Geheimnis seines Erfolgs ist der Wille, neue Methoden zu adaptieren und Technik dort zu nutzen, wo sie sinnvoll ist.

In der Küche des Aqua stehen direkt neben dem Büro von Elverfeld gleich zwei Thermomix-Geräte. Zusätzlich sind mehrere Schüsseln und Aufsätze vorhanden. „Wir setzen die Geräte in der Vorbereitung ein“, sagt Elverfeld. Eingesetzt wird es zum Pürieren, für die Erstellung von Saucen, Eismassen oder auch Kräutersaucen.

„Früher haben wir Spinatblätter in einem normalen Rotormixer gemacht, da der nicht gut zu verschließen war, ist da auch schon mal der Spinat oben rausgeschossen“, so Elverfeld. Das sei mit den verschließbaren Aufsätzen Vergangenheit. Eismassen, Saucen, Frucht- und Gemüse-Pürees – das seien die wichtigsten Anwendungsgebiete. Verwendet wird es vor allem von den Posten Poissoinnier (Fischküche), Entremetier (Beilagen) und Patissierie (Desserts).

„Wir machen unsere Gewürzmischungen, die wir für Lammlachse oder Taubenbrüste benötigen in der Maschine“, sagt Elverfeld. So würden zum Beispiel erst die Trockenteile „im Rückwärtsgang“ grob zerkleinert, herausgenommen, danach Ingwer bei hoher Drehzahl im Vorwärtsgang zerkleinert, dann beide Komponenten zusammengeführt und anschließend mit Olivenöl verbunden.

Die hohe Drehzahl des Geräts sei wichtig für Kräuterpürees. „Was lange gehäckselt wird, wird durch die Reibungsenergie warm, was warm wird, wird grau.“ So könne binnen Sekunden eine Kräutermasse zerkleinert und sofort auf Eis heruntergekühlt werden, um das Grün zu bewahren. „Je kürzer, desto besser.“

Seit 15 Jahren begleiten die Geräte Elverfeld in seiner Küche. Sie haben einen festen Platz: „Ich bin da sehr akkurat“. Abends, bevor die Gäste kommen, müssen die Mitarbeiter die Maschinen wieder sauber an ihren Platz im Rücken seines Büros hinstellen. „Es sind die einzigen Geräte für Haushaltsbedarf, die ich kenne, die im Alltag einer Profiküche stand halten“, sagt der Profi-Koch. Die Geräte, die kaputt gegangen sein, wären entweder hingefallen oder Flüssigkeit sei drübergeschüttet worden, ins Gehäuse eingedrungen und hätten die Elektronik lahm gelegt.

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