Lackierereien
Umweltschutz treibt Innovationen an

Die Verringerung von Emissionen steht bei vielen Lackierbetrieben im Moment ganz oben auf der Agenda. In den kommenden Jahren laufen Übergangsfristen für die Branche aus, dann müssen Unternehmen strengere Umweltschutz-Auflagen erfüllen. Dabei lassen sich häufig zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

DÜSSELDORF. Henner Krug, geschäftsführender Gesellschafter der auf Beschichtungstechnik spezialisierten AB Anlagenplanung GmbH sieht deshalb steigenden Handlungsbedarf. Viele Betriebe arbeiten unter starkem Kostendruck und haben die Investitionen bisher vor sich her geschoben.

Dabei lassen sich häufig zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: "Wir erzielen bei 80 Prozent der Projekte auch erhebliche wirtschaftliche Verbesserungen", sagt Krug. Die steigenden Energiepreise verursachen einen Großteil der Kosten, die Lackiertechnik ist eine der energieintensivsten Branchen überhaupt. Der Wärmebedarf zum Aushärten der Lacke und der Stromverbrauch für die massiven Lüftungsanlagen stehen hier an erster Stelle. Verbesserung des Materi-alflusses, Filtereinbau und Recycling mit Umluftbetrieb heißen die Alternativen: "Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, die Umwelt zu heizen", erklärt Krug. Ein Großteil der Investitionen, mit denen Unternehmen Emissionen reduzieren wollen, amortisiere sich bereits nach drei Jahren.

Der Anbieter Afotek baut im hessischen Bad Hersfeld vollautomatische Lackieranlagen. Kunden sind vor allem Autozulieferer, die sämtliche Werkstücke wie Außenspiegel oder Teile der Innenraumverkleidung zunehmend im osteuropäi-schen Ausland produzieren und lackieren. Am technischen Standard ändert das nichts, die gesetzlichen Auflagen zum Umweltschutz sind dort teilweise schärfer als die EU-Vorgaben.

Afoteks Anlagen reinigen, lackieren und trocknen die Teile in drei bis vier Stunden komplett. Unternehmer Werner Sinning sucht mit seinen Kunden auch nach Verbesserungspotentialen außerhalb der Anlage: "Der Materialfluss ist teilweise nicht opti-mal, die Lackieranlage entsprechend nicht ausgelastet", erklärt Sinning. Dabei sind die Betriebskosten der Maschine ähnlich hoch, egal ob sie an der Kapazitätsgrenze arbeitet oder leer läuft.

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