Lambertz
Deutsche Kekse für amerikanische Gaumen

Der europäische Markt ist im wahrsten Sinne des Wortes gesättigt, aber der US-amerikanische Markt goutiert deutsche Gaumenfreuden. Der Aachener Printenbäcker Lambertz erwägt deswegen den Bau einer Keksfabrik in den USA.
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AachenAachener Printen sind ein typisch rheinisches Weihnachtsgebäck: Anderen Gaumen kann man den starken Kräutergeschmack kaum zumuten. Doch ausgerechnet für den mehr als 300 Jahre alten Printen-Hersteller Lambertz sind inzwischen die USA der wichtigste Exportmarkt. Er denke sogar darüber nach, dort eine Fabrik zu bauen, sagte Firmenchef Hermann Bühlbecker dem Handelsblatt.

Süßwaren aus Europa sind in den USA gefragt, sie gelten als hochwertiger als einheimische Produkte. Ritter Sport etwa exportiert kleinere Mengen. Haribo hat seit 1982 eine eigene Vetriebsgesellschaft in Baltimore. Auch der direkte Lambertz-Konkurrent Bahlsen ist in den USA aktiv. Für die deutschen Produzenten ist das ein Wachstumsfeld jenseits des gesättigten europäischen Markts und abseits völlig anderer Geschmacksgewohnheiten wie etwa in Asien.

Bühlbecker bezifferte den US-Umsatz auf 18 Millionen Euro. Damit liege dieser vor Frankreich und Österreich. Insgesamt habe Lambertz im Geschäftsjahr 2009/10 gut 536 Millionen Euro umgesetzt. Die Geschäftszahlen für 2010/11 will er Donnerstag bekanntgeben – der Umsatz dürfte leicht gestiegen sein.

Dazu trägt bei, dass in den USA Einzelhandelsketten, wie etwa Wal-Mart, Keksmischungen von Lambertz ins Sortiment aufgenommen haben. Auf diese Ganzjahresartikel entfällt bereits ein Großteil des Geschäfts. In den USA ist Lambertz vor allem mit recht teueren Keksdosen vertreten, so dass sich Transport und Währungsrisiko lohnen.

Kommentare zu " Lambertz: Deutsche Kekse für amerikanische Gaumen"

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  • Plätzchen und Kuchen - das backt sich der Deutsche selbst.

    Der Amerikaner kauft Fabrikfraß.

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