Lasertechnologie
Duell mit messerscharfen Strahlen

Scheiben- und Faserlaser erobern Marktanteile bei Industrieanwendungen. Die beiden Technologien werden als Konkurrenten gehandelt. Noch ist offen, ob sich eines der Verfahren durchsetzen wird. Beide besitzen spezifische Vorteile.

BREMEN. Der Roboterarm schleudert Lichtblitze, während er rasend schnell über ein Metallstück hinweg fegt. Funken-Fontänen schießen empor, nach wenigen Sekunden ist die Heckklappe für die C-Klasse von Mercedes-Benz verschweißt. Seit Januar 2007 hat der Automobilhersteller in seinem Werk in Sindelfingen neue Lasersysteme im Einsatz, die den gebündelten Lichtstrahl über Spiegel an die einzelnen Punkte schießen, anstatt jedes Mal den kompletten Laser von Punkt zu Punkt zu bewegen. "Das neue Schweißsystem hat unsere Erwartungen hinsichtlich Qualität, Effizienz und Verfügbarkeit bei weitem übertroffen", schwärmt Ralf Bernhardt, Leiter der Fügetechnik, Spezialbereich Laser in der Produktionsplanung der Daimler AG.

Möglich wird dieses "Rob-Scan" genannte Verfahren durch den Scheibenlaser, der in den Systemen steckt. "Da er sich extrem scharf bündeln lässt und auch über längere Distanzen nur sehr wenig streut, macht er diese Abstände möglich", erklärt Bereichsleiter Bernhardt. Die neuen Laserschweißer bei Daimler sind extrem schnell: Sie haben die Schweißzeit um bis zu 90 Prozent sinken lassen. "Zudem arbeitet der Scheibenlaser energieeffizient", sagt Ralf Bernhardt. Einsparung: abermals bis zu 90 Prozent.

Scheibenlaser gehören zur jüngsten Generation der Festkörperlaser, die in den vergangenen Jahren angetreten sind, um den Markt für Industrieanwendungen zu erobern. Bei dieser Technik wird ein Lichtstrahl mehrfach durch eine Laserscheibe gepumpt und dadurch stark gebündelt. Scheibenlaser sind deutlich kleiner als herkömmliche Geräte, verbrauchen weniger Strom, und sie arbeiten präziser als herkömmliche Punktschweiß-Systeme.

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