Leasing-Fahrzeuge
Die Versicherung kommt viele Fuhrparkbetreiber teuer zu stehen

Die Vollkasko-Versicherung mit einer Fülle von Tarifen ist bereits im privaten Bereich eine Wissenschaft für sich. Der gewerbliche Bereich und gerade Leasing-Fahrzeuge machen es nicht einfacher. Doch nicht immer lohnt sich eine Vollkaskopolice. Wo Unternehmen kosten sparen können.

KÖLN. Das Zauberwort lautet Leasing-Differenzdeckung. Dabei geht es um Fahrzeuge, die einen Totalschaden haben oder gestohlen werden. Hat man keine Vereinbarung über eine Neupreisentschädigung getroffen oder ist der Zeitraum für eine Beschaffung in Höhe des Neupreises abgelaufen, entsteht eine Differenz zwischen dem Anspruch des Leasinggebers aus dem Leasingvertrag und der Leistung des Versicherers. Diese Differenz liegt in Höhe des Wiederbeschaffungswertes und kann schon mal entsprechend der Fahrzeugflotte in die Zehntausende gehen. Die Versicherung der Firmenflotte sollte dies in jedem Fall berücksichtigen.

Die grundsätzliche Frage, ob man die eigene Risikovorsorge einer Vollkaskoversicherung vorziehen sollte, beantwortet Waltraud Lenz vom Bremer Versicherungsmakler Friedrich Scheidt: „Die Frage nach dem Umfang des Versicherungsschutzes ist auch eine Frage nach dem eigenen unternehmerischen Risiko. Für einige Unternehmen bedeutet ein Schaden von mehreren tausend Euro bereits ein ernsthaftes finanzielles Problem.“ Der Unternehmer muss dabei neben den Reparatur-Kosten auch den Aufwand für die Schadenabwicklung berücksichtigen.

Sollte er dieses Risiko scheuen und auf eine Vollkasko-Deckung zurückgreifen, muss das Angebot aus dem Full-Service-Vertrag nicht unbedingt das Beste sein. „Angebote auf dem freien Markt können durchaus mithalten oder sogar preiswerter sein“, erklärt Lenz. Versicherer gehen wie folgt vor: „Bei Kleinflotten von fünf bis zehn Fahrzeugen richten sich die Kosten für eine Vollkasko-Versicherung nach den gleichen Kriterien wie bei Privatfahrzeugen – sind also abhängig vom Fahrzeugtyp und der Region, in der das Fahrzeug versichert wird. Bei Großflotten ab 50 Fahrzeugen aufwärts legen die Versicherungen auf Grundlage der Schadenquote in der Vergangenheit die Risikostückkosten für die Zukunft fest und ermitteln daraus die Beiträge pro Fahrzeug.“

Die Deutsche Leasing, im Verbund der deutschen Sparkassen als Anbieter für Pkw-Leasing und Fuhrpark-Management tätig, rät ihren Kunden bei allen Neufahrzeugen zu einer Vollkasko-Versicherung. Zu den Kunden gehören Unternehmen mit einer Flotte von fünf bis zu mehreren tausend Fahrzeugen. Ob er die Versicherung aus dem Full-Service-Vertrag der Deutschen Leasing wählt, bleibt dem Kunden freigestellt. „Zu 60 Prozent entscheiden sich unsere Kunden für unser Angebot“, weiß Sprecherin Silke Bernhardt.

Nach Erfahrungswerten von Nobilas – die Akzo-Nobel-Tochter hat sich auf Schadenmanagement bei Fahrzeugen spezialisiert – entstehen die meisten Schäden durch Anrempler beim Einparken oder im Stop-and-go-Verkehr. „Die Höhe dieser Schäden liegt meist im Bereich von 1 000 bis 1 500 Euro“, weiß Nobilas-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Geiger. Er meint, je größer eine Fahrzeugflotte ist, desto interessanter werde es, nach einem alternativen Absicherungsmodell zu suchen.

Seite 1:

Die Versicherung kommt viele Fuhrparkbetreiber teuer zu stehen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%