Lebensmittelverpackung
Weidenhammer macht Konserve Konkurrenz

Das Unternehmen bringt eine Konservendose aus Kunststoff auf den Markt, die in verschiedene Formen gebracht und bedruckt werden kann. "Perma Safe" soll sogar Mikrowellen aushalten können und den herkömmlichen Weißblechdosen und Glaskonserven Konkurrenz machen.

BERLIN. Fast 200 Jahre lang galt: Wenn ein Lebensmittel über Jahre haltbar sein soll, kommt es in die Konservendose oder ins Glas. Das will die Weidenhammer Packaging Group aus Hockenheim jetzt ändern: Sie hat eine Konservendose aus Kunststoff entwickelt: „Perma Safe“ lässt kaum Sauerstoff oder Wasserstoff durch und kann in verschiedenste Formen gebracht und bedruckt werden, sogar transparent sein. Zum Erhitzen soll sie Mikrowellen aushalten.

„Solch eine Entwicklung wurde von der Branche erwartet“, sagt Kurt Schüler, Geschäftsführer der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH (GVM). „Wenn Perma Safe wirklich den technischen Anforderungen gerecht wird, hat es sicher gute Chancen, sich auf dem Markt zu behaupten.“ Laut GVM werden jedes Jahr etwa 3,9 Milliarden Weißblechkonserven und 1,3 Mrd. Glaskonserven in Verkehr gebracht.

Bisherige Tests der neuen Plastikdose zeigen, dass Lebensmittel sich darin mindestens anderthalb Jahre halten. „Bei Kunststoffverpackungen bleibt eben immer ein minimaler Restsauerstoffgehalt“, erklärt Firmenchef Ralf Weidenhammer. Hersteller müssten nun entscheiden, was ihnen wichtig sei: „Jahrelange Haltbarkeit oder Marketingvorteile.“

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