Leuchtenhersteller
Hess ist zahlungsunfähig

Der Leuchtenhersteller Hess muss Insolvenz anmelden. Gleichzeitig muss sich das börsennotierte Unternehmen mit Bilanzfälschungsvorwürfen auseinandersetzen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
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Stuttgart/FrankfurtDer börsennotierte Leuchtenhersteller Hess ist zahlungsunfähig. Hess hat am Mittwoch Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen habe den Rechtsanwalt Martin Mucha zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, bestätigte das Unternehmen am Abend in einer Pflichtmitteilung. Hess war erst im Oktober an die Börse gegangen und beschäftigt nach eigenen Angaben 380 Mitarbeiter.

Die Hess AG sei überschuldet und die verfügbaren liquiden Mittel reichten nicht aus, um die fälligen Verbindlichkeiten zu decken, teilte das Unternehmen weiter mit. Grund für die Insolvenz sei auch, dass die Grundstücksverwaltungsgesellschaft nicht zu ausreichenden Sanierungsbeiträgen bereit sei.

Die Grundstücksholding gehört zu großen Teilen dem Ende Januar entlassenen Vorstandschef Christoph Hess. Dieser weigerte sich nach eigenen Angaben Geld nachzuschießen, weil ihm Interims-Manager Till Becker keine Garantie für eine Sanierung gegeben habe.

Der Aufsichtsrat der Hess AG hatte Christoph Hess und Finanzvorstand Peter Ziegler am 21. Januar wegen angeblicher Bilanzfälschung fristlos entlassen. Für beide wird die Luft allmählich dünner. „Der Anfangsverdacht hat sich nach den bisherigen Ermittlungen bestätigt“, sagte die Mannheimer Staatsanwältin Christina Arnold dem Handelsblatt.

Die Behörde habe ihre Untersuchungen inzwischen ausgeweitet. Neben Hess und Ziegler ermittle die Staatsanwaltschaft nun gegen drei weitere Mitarbeiter des Unternehmens. Bislang war von zwei weiteren Verdächtigen die Rede.

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LBBW prüft Konsequenzen

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