Liefer- und Investitionschancen
Griechenlands Bedarf an Medizintechnik wächst rasant

Im privaten Gesundheitssektor in Griechenlands bieten sich gute Liefer- und Investitionschancen für deutsche Unternehmen im Bereich Medizintechnik. Seit 1997 wuchs die Sparte Medizintechnik um rund 12,7% jährlich. Das staatliche Programm "Informationsgesellschaft" bietet zudem Zuschüsse.

bfai ATHEN. Seit Ende der 90er Jahre ist der private Gesundheitssektor Griechenlands in Bewegung. Im Oktober 2006 verkaufte die Athens Medical Group S.A. 7 Mill. ihrer Anteile (entspricht 8,33%) an die deutsche Asklepios Kliniken GmbH. Mit der Kooperation beabsichtigt das Athens Medical Center, seine Kompetenz in der Rehabilitation - insbesondere von Krebspatienten - zu erweitern.

Das größte private Gesundheitsunternehmen Europas, Asklepios, mit Krankenhäusern in den USA macht einem Umsatz von jährlich rund 2 Mrd. Euro. Athens Medical Center, der bedeutendste Branchenkonzern Griechenlands, verfügt über Kliniken, die zu den modernsten des Landes gehören. Durch die Kooperation soll angesichts des zunehmenden Wettbewerbs diese Position gesichert werden. Zudem ist der Eintritt in neue Sparten (etwa Rehabilitationszentren, Geburtskliniken etc.) geplant.

Nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft Icap S.A. sollen die Einahmen der privaten Kliniken 2006 und 2007 um durchschnittlich 13% steigen. Für Geburtskliniken werden 7,5% prognostiziert, für diagnostische Einrichtungen rund 5%. Der Anteil der Ausgaben für private Gesundheitsleistungen an den Gesamtaufwendungen belief sich 2004 auf 46,1%, was seit 1998 einen Anstieg um 8,1% jährlich darstellt.

Das Marktvolumen von Privatkliniken wuchs um 15,2% jährlich, bei Geburtskliniken um 10,9% und bei Diagnosezentren um 8,3%. In der Branche machen die Allgemeinen Krankenhäuser rund 63% der Unternehmen aus, Geburtskliniken 15% und Diagnoseeinrichtungen 22%. Nach letztverfügbaren Angaben des Statistischen Amtes ESYE existierten 2003 in Griechenland 179 private Kliniken (insgesamt 327), während die Betten in diesen Kliniken rund 28% des landesweiten Bettenangebots ausmachten.

Investitionschancen bieten sich im privaten Gesundheitssektor auch durch das Programm "Informationsgesellschaft" (http://www.e-health.gov.gr), das im Oktober 2006 die Bezuschussung von Projekten zur "Lieferung und Installation von spezialisierten IT-Anwendungen" ankündigte. Bereitgestellt werden zunächst 8,8 Mill. Euro. Der Anteil des Zuschusses beträgt 50% der Investitionen. Einzelunternehmen können Leistungen für Projekte bis zu 200.000 Euro beantragen, bei Kooperationen erhöht sich dieser Betrag auf 1 Mill. Euro.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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