Luxus-Grillen Auf der Suche nach dem perfekten Steak

TV-Regisseur Frank Hecker war mit seinen Steaks nie zufrieden. Der Heißluftgrill, den er mit zwei Freunden erfand, ist nun selbst in Amerika erfolgreich. Auch andere Gründer profitieren vom Trend zum Luxus-Grillen.
Die drei Gründer und Erfinder des Beefer: Frantz Konzen, Marc Kirberg und Frank Hecker (v.l.) aus Königswinter Quelle: PR
Drei Männer vom Grill

Die drei Gründer und Erfinder des Beefer: Frantz Konzen, Marc Kirberg und Frank Hecker (v.l.) aus Königswinter

(Foto: PR)

DüsseldorfFernseh-Regisseur Frank Hecker war schon immer ein Grillfan, nicht zuletzt weil er Fernsehshows wie „Kochduell“ drehte. Doch mit seinen eigenen Steaks war er nie zufrieden. Bei einem Urlaub in New York vor fünf Jahren aß er im berühmten Steak-Restaurant von Peter Luger bei 800 Grad gegrilltes Fleisch: innen zart, außen mit krosser Kruste. „Eine Offenbarung. Das perfekte Steak“, schwärmt Hecker heute noch. Das wollte er nachmachen.

Doch es waren lediglich Gastronomie-Griller für 20.000 bis 100.000 Dollar auf dem Markt, für den Privatgebrauch gab es nichts. So schweißte Hecker kurzentschlossen selbst mit zwei Grillfreunden einen Infrarot-Gasgrill zusammen. Frantz Konzen ist Metallbauer und Marc Kirwald Betriebsleiter einer Firma für Industrieheizungen.

Was dann folgte, war harte Entwicklungsarbeit für die drei Garagentüftler aus Königswinter: Fine-Tuning am Design, optimaler Gasdruck an der Düse, ohne gegen technische Zulassungsvorschriften zu verstoßen. Doch die Arbeit lohnte: „Es schmeckte wie in New York“, meint Hecker.

Der Heißgrill funktioniert so: Jede Seite des Steaks wird 45 Sekunden bei 800 Grad mit Oberhitze gegrillt, dann fünf Minuten ruhen gelassen. Der sogenannte Maillard-Effekt lässt das Fleisch karamelisieren. Der Vorteil zum herkömmlichen Grillen: Weil kein Fett ins Feuer tropft, bilden sich keine gefährlichen Rauchgase. Grillen kann der „Beefer“ getaufte Grill laut Hecker fast alles, vom Fisch über Gemüse bis zur Creme brulée.

Der Beefer überzeugte auch Promikoch Tim Mälzer, dem Hecker bei Dreharbeiten seinen selbstentwickelten Grill zeigte. „Tim Mälzer hat uns beraten, etwa bei der Preisfindung, und gleich 30 Stück abgenommen.“ 699 Euro kostet der Beefer. Verkauft wird das Gerät im Grillfachhandel, bei Kaufhof, in Baumärkten und im Lufthansa-Shop. Hecker: „Wir mussten keine Klinken putzen, die Händler kamen auf uns zu.“

Die luxuriösesten Grills
Basile
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Hersteller: Basile
Serie: Hydra
Modell: Hydra Alpha
Preis: 15.500 Euro

Dieser Drache heizt ihren Würstchen ein. 120 Kilo bringt die komplett aus Edelstahl bestehende Hydra Alpha auf die Waage. Außer dem drachenförmigen Design und der Verarbeitung ist auch der Preis von 15.500 Euro luxuriös. Hersteller Basile wirbt mit dem Spruch: „Eine Hydra wird nicht produziert, sie entsteht.“ Und das zu 100 Prozent Handarbeit made in Germany.

Fire Magic
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Hersteller: Fire Magic
Serie: Echelon Diamond
Modell: Echelon E1060s
Preis: 14.635 Euro

Das ist kein Grill, sondern schon eine Grillküche für den Garten: Mit vier Schränken, trennbaren Grillflächen und einem Sichtfenster mit Halogenlampen, um das Fleisch auch nachts im Auge zu behalten. Insgesamt wartet der Echelon E1060s mit einer 6.832 Quadratzentimeter großen Grillfläche aus. So wird beim nächsten Gartenfest jeder satt.

Rumo
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Hersteller: Rumo
Serie: Joe´s Barbeque Smoker
Modell: Little Joe
Preis: 499 Euro

Dabei macht man doch mit Chuck Norris keine Witze. Sonst droht beim Grillen der tödliche Roundhouse-Kick. Wer weiter witzeln und sich stilecht - quasi nach Texas Ranger-Manier - tot treten lassen mag, für den könnte sich der amerikanisch anmutende Little Joe von Rumo eignen. Der Grill ist mit einer Fläche von 40 mal 40 Zentimetern der kleinste Grill aus der Serie Joe's Barbeque Smoker. Der Holzkohle-Grill ist aus massivem Stahl und eignet sich für direktes Grillen und Räuchern.

OutStanding
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Hersteller: OutStanding
Serie: OutStanding
Modell: OS Superior
Preis: 4.870 Euro

Auf der 4.500 Quadratzentimeter großen Grillfläche des OS Superior können sich Grillfreunde ausleben. Der Gasgrill bietet ein puristisches Design und eine stabile Struktur am Stück geschweißt.

Libatherm
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Hersteller: Libatherm
Serie: Edelstahl - Kombigrill
Modell: 0700 KVAP
Preis: 519,00 EUR

Nicht ganz so männlich, dafür immerhin mit Holzkohle: Der 0700 KVAP aus Edelstahl besteht aus einer Feuerschale mit 70 Zentimeter Durchmesser, einer Reling mit 90 Zentimeter Außendurchmesser und drei Standfüßen mit acht Zentimetern Durchmesser. Die Feuerschale ist 40 Zentimeter hoch und mit der Außenreling fest verschweißt. Durch eine Spindel aus Edelstahl kann der Grillrost um circa 15 Zentimeter in der Höhe zur Feuerschale verstellbar. Rost und Grillaufsatz sind abnehmbar. Optisch hat der 0700 KVAP viel von einem Zimmerbrunnen - passt also eher in den japanischen Steingarten.

Broil King
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Hersteller: Broil King
Serie: Imperial
Modell: Imperial XL
Preis: 2.500 Euro

Wuchtig kommt der Broil King Imperial XL daher. Dank seiner separierbaren Grillfläche hat der Gasgrill stets die richtige Größe – ob man für zwei oder 22 Personen grillt. Unter der kleinen Grillhaube sollen Steaks & Co. zubereitet werden. Grund: Dank dem kleinen Grillraum soll sich das Aroma besser im Fleisch speichern lassen.

Weber
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Hersteller: Weber
Serie: Gas-Grill
Modell: Spirit E 320 Johann Lafer 2012
Preis: 869 Euro

Wenn schon Johann Lafer dafür Werbung macht, dann muss das Ding ja was taugen. Weber wirbt sogar damit, dass das Grillen mit Weber zu einer von Lafers Lieblingsbeschäftigungen geworden sei. Selbstredend ist sein persönliches Modell auch speziell ausgestattet. Der Lafer Spezial-Spirit E-320 hat eine gusseiserne Wendeplatte, drei Edelstahlbrenner und einen Warmhalterost. Wer statt Flusskrebsen mit Erbsentascherl und Mousse von Räucherfischen lieber Bratwurst und Nackensteak mag, für den ist der Lafer-Grill zwar nicht ungeeignet, eine günstigere Variante täte es aber auch.

Denn das Geschäft mit dem Grillen boomt. Schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro geben allein die Deutschen in diesem Jahr für Grill, Brennstoff und Zubehör aus. Das sind knapp zwei Drittel mehr als 2008 mit noch 810 Millionen Euro Umsatz. „Der Markt wächst ungebrochen und erweist sich als Wachstumstreiber für den gesamten Gartenmarkt “, sagt Christian Lerch, Berater am Institut für Handelsforschung IFH in Köln.

Amerikaner kaufen Grills „Made im Siebengebirge“
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