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Männergeschenke: Wie Sie zu Weihnachten einen guten Schnitt machen

Was legt man einem Mann auf den weihnachtlichen Gabentisch? Ein hochwertiges Messer, zum Beispiel. Das klingt naturgemäß hart und kalt, kann aber bei ambitionierten Hobbyköchen Begeisterungsstürme auslösen.

Alleskönner: Das Kochmesser der Classic-Serie. Quelle: Ed. Wüsthof Dreizackwerk
Alleskönner: Das Kochmesser der Classic-Serie. Quelle: Ed. Wüsthof Dreizackwerk

DüsseldorfMänner gehören an den Herd! Was wie eine feministische Radikalforderung wirkt, ist in Deutschland Küchen schon längst Realität. Nachdem jahrzehntelang männliche Chefköche das Bild des Zubereitungskünstlers prägten, ist die Kochlust endgültig zum integrativen Bestandteil des modernen Mannes geworden. Das belegen neben persönlichen Erfahrungen besonders die noch immer wie Pilze aus dem Boden schießenden Koch-Shows und der Erfolg des Lifestyle-Magazins „Beef“. Letzteres schmückt sich gern mit rohem Fleisch – und in der Tat steht das rosa gebratene Rindersteak im Zentrum manch männlicher Begierde.

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Doch wer hochwertig arbeiten möchte, braucht dafür hochwertiges Werkzeug. Gerade, wenn es um die Zubereitung von Fleisch geht, ist ein gutes Messer einfach unerlässlich. Und hier kommt Weihnachten ins Spiel. Wessen Liebster sich nämlich gern in der heimischen Küche austobt, weiß ein scharfes Geschenk unter dem Baum sehr zu schätzen. Gute Messer finden sich nicht an jeder Ecke, aber mitunter vor der eigenen Haustür, sprich: Es muss nicht der Santoku-Import aus Japan sein – Deutschland hat schließlich eine Klingenstadt.

In Solingen werden seit Jahrhunderten hochwertige Klingen geschmiedet, geschliffen und erfolgreich in alle Welt verkauft. Besonders dem richtigen Schliff haben sich die Bergischen verschrieben. Früher fanden sich entlang des Flusses Wupper zahlreichen Schleiferwerkstätten, die sogenannten „Schlieperkotten“. Und der Schliff ist letztlich das, was über die Schärfe eines Messers entscheidet.

Serie Männergeschenke

Beim Solinger Traditionsunternehmen Wüsthof wird das bis heute in Handarbeit erledigt – zumindest  in Teilen. Urkundlich wurde der Familienbetrieb erstmals im Jahr 1814 erwähnt, das Firmenlogo, ein Dreizack, mittlerweile weiß auf rotem Grund, wurde schon 1895 beim kaiserlichen Patentamt urheberrechtlich geschützt. Seit 1938 ziert die Schneidwaren aus dem Hause Wüsthof auch das Markenzeichen „Made in Solingen“, seither synonym für hochwertige Klingen aus der Stadt im Bergischen Land.

Harald Wüsthof führt den Betrieb mittlerweile in der siebten Generation. Rund 350 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten in Solingen, die Fertigung umfasst den kompletten Produktionsweg, vom Schmieden über das Schleifen bis hin zur Endmontage. Die Schärfe bekommen die Messer mittlerweile mittels ausgeklügelter Lasersysteme, aber selbst heute wird an die Klingen noch von Fachkräften selbst Hand angelegt. Das passiert zwar heute nicht mehr am brachialen Schleifstein, aber diese Handarbeit ist, was die scharfen Küchenhelfer  besonders macht. 350 verschiedene Messertypen werden von den Solingern gefertigt, dazu weitere Produkte, vom Messerblock bis zur Nagelschere.

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