Märklin-Chef
Modellbau für die Kleinen war ein Schlager

So groß war der Erfolg mit den Einsteigersets für den Nachwuchs, dass Märklin nun sein Angebot für Kinder ausbauen will. Geschäftsführer Stefan Löbich will dafür auch die Zahl der Mitarbeiter aufstocken.
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NürnbergNach dem großen Erfolg seines Einsteigersets für Kinder will der Modellbahnbauer Märklin sein Angebot für den Nachwuchs ausbauen. „Das Ergebnis hat uns so motiviert, dass wir in diesem Jahr mit zwölf Neuheiten in diesem Segment aufwarten“, sagte Geschäftsführer Stefan Löbich in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Neben der im vergangenen Jahr vorgestellten „My World“-Reihe in der Standardspurgröße H0 setzen die Göppinger unter anderem auf ein Kindermodell für die LGB-Spur.

„Wir streben knapp 100.000 Einsteigersets an, die wir verkaufen wollen“, sagte Löbich, der vom Erfolg der mit einem ICE gestarteten „My World“-Reihe selbst überrascht wurde. „Wir haben schon gehofft, dass es ein Schlager wird. Dass das aber so aufgesogen wird vom Markt, war eine extreme Freude.“ Die Kindermodelle sind für Märklin wie die ganze Branche deshalb so wichtig, weil damit erstmals der Nachwuchs gezielt an den Modellbahnbau herangeführt wird.

Bei Märklin selbst läuft es nach Löbichs Worten wieder rund: „Das Unternehmen steht unter Dampf, der Kessel ist unter Druck. Wir haben ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 hinter uns, sowohl was den Umsatz als auch was den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) anbelangt.“ Nach einer Schrumpfkur war Märklin vor einem Jahr aus der Insolvenz entlassen worden, nachdem die Firma 2010 einen Umsatz von 105 Millionen Euro und ein EBIT von 10,1 Millionen Euro erzielt hatte.

In diesem Jahr soll die Zahl von derzeit 1100 Mitarbeitern um etwa fünf Prozent aufgestockt werden. Und auch sonst hat Löbich einiges vor: „Die Marken Trix und LGB sollen wieder zu altem Glanz geführt werden.“ Sie sollen auch die Expansion ins Ausland vorantreiben, wo Märklin derzeit gut 15 des Umsatzes erzielt. Darüber hinaus sieht Löbich Nachholbedarf in der Zusammenarbeit mit dem Handel und der Ansprache der Endkunden. „Was in den letzten zehn Jahren nicht getan wurde, muss nachgeholt werden.“ Er sehe Märklin da aber auf einem guten Weg.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Umsatz 2010? Ich meine 115 m euro? Ist doch auch interessant.

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