Mangelnde Qualifikation
DIHK-Chef Braun fordert Schulungen für ältere Arbeitnehmer

Handelskammerpräsident Ludwig Georg Braun hat von der Bundesagentur mehr Weiterbildungsangebote für ältere Arbeitlose gefordert. Der „Initiative 50plus“ von Arbeitsminister Franz Müntefering räumte er kaum Erfolgschancen für die Senkung der Arbeitslosenquote der über Fünfzigjährigen ein.

HB KASSEL.­ „Ich fürchte, dass es kaum gelingen wird, mit der Initiative nennenswert viele Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags in Kassel. Ein Hauptproblem dabei sei die mangelnde Qualifikation der Betroffenen, die oft lange arbeitslos seien.

Die „Initiative 50plus“ zielt darauf, Ältere länger im Arbeitsleben zu halten oder Arbeitslosen eine Chance zum Wiedereinstieg zu geben. Zur besseren Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser sollen ein Kombilohn für Ältere und neugestaltete Eingliederungszuschüsse beitragen.

„Ein schrumpfendes Unternehmen investiert selten in die Fortbildung. Deshalb haben die Menschen, wenn sie arbeitslos werden, oft schon ein Handicap“, sagte Braun. „Wenn dann noch Jahre vergehen, in denen die Weiterentwicklung verpasst wird, hat man kaum noch eine Chance.“ Die Qualifizierung von Arbeitslosen werde nach wie vor vernachlässigt. „Aber ohne eine gute Schulung nützen die besten Initiativen nichts.“

Braun forderte vor allem von den Arbeitslosen, auch in der Erwerbslosigkeit ständig auf dem Stand der Dinge zu bleiben. „Wer zeigt, dass er will, und zeigt, dass er kann, für den stehen weit mehr Türen offen als für den, der auf dem Hergebrachten verharrt, als würden sich die Dinge nicht ändern.“ Gleichzeitig sei aber auch die Arbeitsverwaltung gefragt. „Wenn die Arbeitsämter erfolgreich sein wollen, müssen sie Weiterbildung mehr fördern und mehr fordern“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Medizintechnikunternehmens B. Braun Melsungen.

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