Marley Spoon Berliner Start-up kocht mit Martha Stewart

Mit ihrer Haushaltsshow im US-Fernsehen wurde Martha Stewart weltberühmt. Davon will der Berliner Kochboxenversender Marley Spoon profitieren. Auch andere Start-ups verbünden sich mit Promis, um bekannter zu werden.

Düsseldorfe

„Amerikas beste Hausfrau“ verbündet sich mit Marley Spoon. Quelle: AP
Martha Stewart

„Amerikas beste Hausfrau“ verbündet sich mit Marley Spoon.

(Foto: AP)

Millionen Amerikaner kennen die nette, blonde Dame. Aus Martha Stewarts Fernsehshow, ihrer Zeitschrift „Living“ mit Millionenauflage oder Dutzenden Koch- und Haushaltsratgebern lernten sie, wie man den Garten umpflügt, Rosen pflanzt oder einen Hummer kocht. Auf ihrer Popularität als „Amerikas beste Hausfrau“ baute die inzwischen 74-Jährige den Medienkonzern „Martha Stewart Living Omnimedia“ auf.

Diese Berühmtheit soll nun auf den Berliner Kochboxenversender Marley Spoon abfärben. Das 2014 von dem früheren Delivery-Hero-Chef Fabian Siegel gegründete Start-up verbündet sich mit der bekannten Marke und wird in den USA künftig als „Martha & Marley Spoon“ firmieren. Das Unternehmen, das Boxen mit portionierten Zutaten für ganze Mahlzeiten verschickt, will künftig Rezepte aus Stewarts Kochbüchern ins Programm aufnehmen.

„Martha Stewart steht für Zuhause Kochen wie kein anderer Name in den USA“, sagt Siegel im Gespräch mit dem Handelsblatt. Seinem Unternehmen, das seit gut einem Jahr in den USA aktiv ist, werde die Kooperation ganz neue Zielgruppen erschließen. Schon jetzt seien die USA der am schnellsten wachsende Markt für Marley Spoon.

Bisher erreiche Marley Spoon vor allem Frauen zwischen 30 und 45. Martha Stewart ist dagegen einerseits bei älteren Hausfrauen beliebt, hatte zuletzt mit Kochtipps im Facebook-Livestream auch bei jüngeren Zuschauern großen Erfolg. Martha Stewart erhält für jede Kochbox, die unter dem neuen Namen verkauft wird, eine Umsatzbeteiligung.

Was die Deutschen alles über ihr Handy einkaufen
Shopping via Smartphone
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Die Deutschen haben das Shopping über das Smartphone für sich entdeckt: Laut einer Untersuchung von Deals.com sollen 2015 in Deutschland 14,4 Milliarden Euro über mobile Endgeräte umgesetzt werden – eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich landen dabei 54 Euro im mobilen Warenkorb. Damit liegt Deutschland noch hinter den USA mit 74 Euro und Großbritannien mit 56 Euro. Die Franzosen hingegen geben weniger aus: Dort sind es nur 50 Euro.

Wofür die Deutschen das meiste Geld ausgeben...

10. Platz
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Den zehnten Platz der beliebtesten mobil gekauften Güter von Januar bis Juni 2015 belegen die Haushalts- und Gartenwaren mit 8,4 Prozent.

9. Platz
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Technik und Elektronik landet mit 9,4 Prozent auf dem neunten Platz der Güter, die die Deutschen am häufigsten über ihr Handy shoppen.

8. Platz
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Büroklammern, Stifte, Post-its oder Papier: Schreibwaren und Bürobedarf kaufen die Deutschen auch über das Smartphone. Die Kategorie landet auf dem achten Platz mit 9,8 Prozent.

7. Platz
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Dank Apps wie Facebook oder Xing dürften Smartphone-Nutzer keinen Geburtstag im Freundes- und Bekanntenkreis mehr vergessen. Praktisch, wenn man dann direkt über das Handy auch noch ein Geschenk oder Blumenstrauß bestellen kann. Viele Deutschen haben das schon erkannt: Blumen und Geschenkartikel erreichen 9,8 Prozent.

6. Platz
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Für einen neuen Kleiderschrank oder die schicke Designer-Vase muss man nicht mehr zwangsläufig das Sofa verlassen: Denn auch Möbel und Einrichtungsgegenstände können über das Handy eingekauft werden. Die Kategorie liegt mit 10,2 Prozent auf dem sechsten Platz.

5. Platz
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Auch das Spielzeug für den Nachwuchs kaufen viele Deutschen bereits über ihr Smartphone: Hobbyartikel und Spielzeug erreichen mit 12,6 Prozent den fünften Platz.

Allerdings steht Stewarts Medienunternehmen längst nicht mehr so gut da wie einst. Seit Amerikas Über-Hausfrau wegen Insiderhandels 2004 im Gefängnis saß, ist ihr Ruf ramponiert. 2015 verkaufte sie ihre Firma an das Branding-Unternehmen Sequential für 353 Millionen Dollar, ein Sechstel seines Wertes beim Börsengang 1999. Das Bündnis mit dem deutschen Start-up ist auch eine Chance, die Marke neu zu erfinden und an moderne Kochtrends anzupassen.

Für Marley Spoon, das vom Samwer-Fonds Global Founders Capital und Lakestar von Star-Investor Klaus Hommels unterstützt wird, sind die USA laut Siegel schon heute der am schnellsten wachsende Markt, zum Jahresende will man dort 40 Prozent des Umsatzes verdienen, mehr als in Europa. Im März sammelte das in sechs Ländern aktive Start-up 15 Millionen Euro Kapital für die Expansion in den USA und Australien ein.

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Start-up braucht die Bekanntheit
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