Maschinenbau
Mittelstandsholding Gesco bestätigt die Prognosen

Trotz starkem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis bleibt der Vorstand optimistisch und sieht den Tiefpunkt überwunden. Derzeit schreiben nur zwei der insgesamt 14 Tochtergesellschaften rote Zahlen. Drei bis vier weitere liegen beim Gewinn allerdings an der Nulllinie.
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DÜSSELDORF. Die Wuppertaler Mittelstandsholding Gesco leidet derzeit schwer unter der Konjunkturkrise. Da die meisten der 14 Tochtergesellschaften dem Maschinenbau oder deren Zulieferern angehören, macht sich die Flaute dieser Branche stark bemerkbar. Im ersten Halbjahr sank der Auftragseingang der Gesco-Gruppe um knapp 47 Prozent auf 116 Mio. Euro. Der Umsatz fiel um 28 Prozent auf 140 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss lag mit 4,3 Mio. Euro um 69 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Mittelstandsholding Gesco hat sich wie der Konkurrent Indus auf den Kauf von mittelständischen Unternehmen spezialisiert. Sie orientieren sich langfristig und wollen die Beteiligungen nicht nach einigen Jahren wieder mit Gewinn verkaufen. "Unsere Investmentphilosophie ist der Erwerb und die Weiterentwicklung mittelständischer Industrieunternehmen", beschreibt Gesco-Chef Hans-Gert Mayrose die Strategie.

Die Rendite der Holding soll aus den operativen Erträgen der Beteiligungen kommen und nicht aus den Verkäufen der Beteiligungen wie bei Private Equity. Deshalb kaufen die Wuppertaler auch keine Sanierungsfälle. Im Mittelpunkt stehen eher Nachfolgelösungen bei Familienunternehmen.

Trotz der schlechten Zahlen bestätigte Gesco-Vorstand Mayrose anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen die Prognose für das Gesamtjahr und zeigte sich zuversichtlich. "Die Lage wird langsam besser", sagte Mayrose dem Handelsblatt. "Der Tiefpunkt scheint durchschritten." Er rechnet aber erst mit einer langsamen Erholung. Bei den Unternehmen hätten die Anfragen zugenommen, allerdings habe sich das noch nicht in konkreten Aufträgen niedergeschlagen.

Der wesentlich größere Konkurrent Indus hatte für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent auf 366 Mio. Euro gemeldet. Der Periodenüberschuss sank auf 1,5 Mio. Euro gegenüber 26,9 Mio. vor einem Jahr.

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