Medienpräsenz
Innovationen kommen aus der Familie

„Familienunternehmen werden in den Medien sträflich vernachlässigt.“ Diese Meinung vertritt Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Stuttgart. „Sträflich – gemessen an ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung.“

sgr DÜSSELDORF. Insgesamt 1,4 Mill. Firmen, mithin 90 Prozent aller deutschen Unternehmen, sind in Familienhand. Sie stellen 80 Prozent aller Arbeitsplätze und 80 Prozent aller Ausbildungsplätze zur Verfügung. 60 Prozent aller Investitionen in Deutschland werden von Familienunternehmen getätigt.

Die Stiftung Familienunternehmen will daher eine höhere Sensibilität für die Bedürfnisse der von Familien geführten Firmen durch Information der Öffentlichkeit in Deutschland erreichen. Auch geht es ihr um die Förderung des unternehmerischen Nachwuchses und den Aufbau europaweiter Netzwerke für Familienunternehmen. Schließlich gehen auch, wie Hennerkes, der sich seit über 30 Jahren als Berater mit Familienunternehmen beschäftigt, betont, von den Familienunternehmen maßgebliche Innovationen aus: „Von 62 der wichtigsten Erfindungen der letzten zehn Jahre stammen 40 aus Familienunternehmen; nur 13 aus den hochsubventionierten Konzernen.“

Hennerkes räumt aber auch ein, dass die Familien selbst zu wenig für ihre Darstellung in der Öffentlichkeit tun: „Sie unterliegen natürlich nicht dem gleichen Profilierungsdruck wie börsennotierte Unternehmen. Aber ein positives Image in der Öffentlichkeit ist nicht zuletzt auch für den Standort Deutschland wichtig.“ Familienunternehmen würden daher von der neuen Bundesregierung erwarten, dass sie sich vor allem um eine Reduzierung der Besteuerung von Unternehmensgewinnen, einer Reform der Erbschaftsteuer und eine günstige Besteuerung beim Unternehmensverkauf kümmere. „Es kann nicht sein, dass das Lebenswerk bei der Veräußerung weggesteuert wird.“

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