Mehr Verbraucherinsolvenzen
Deutlich weniger Firmenpleiten

Die Pleitewelle bei den Unternehmen in Deutschland schwächt sich ab. Erstmals seit mehr als einem Jahr meldeten im Januar weniger als 3000 Firmen Insolvenz an, berichtete das Statistische Bundesamt.

HB WIESBADEN. Insgesamt meldeten rund 2800 oder knapp sieben Prozent weniger Unternehmen Konkurs an als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Dezember 2004 lag die Zahl der Firmeninsolvenzen mit 3200 noch um 13 Prozent höher als im Januar.

Nach einer Prognose der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen trotz der erwarteten leichten Konjunkturbelebung aber auch in diesem Jahr auf einem hohen Stand verharren. Für 2005 rechnet Creditreform mit 38 000 bis 40 000 Unternehmensinsolvenzen. 2004 war die Zahl der betroffenen Firmen erstmals seit fünf Jahren leicht gesunken. Laut Statistischem Bundesamt meldeten sich 39 213 Firmen zahlungsunfähig, 0,3 Prozent weniger als 2003.

Anhaltend hoch ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen. Im Januar meldeten 4521 überschuldete Haushalte Insolvenz an, 39,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit der Gesetzesänderung Ende 2001, die die Stundung der Verfahrenskosten vorsieht, sei „ein Riesenberg angewachsen“, der jetzt abgearbeitet werden müsse, erklärte ein Statistiker. Deshalb sei bei den Verbraucherinsolvenzen weiterhin mit hohen Zuwachsraten zu rechnen, wogegen der Trend bei den Unternehmensinsolvenzen derzeit nicht weiter nach oben zeige.

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