Messestand
Kommunikatives Design für den Messe-Erfolg

Einen Messeauftritt erfolgreich zu gestalten, erfordert gute Planung und originelle Ideen. Immer mehr Aussteller wollen Messebesucher mit Lounge-Bereichen zum Verweilen einladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Denn Kommunikation wird auf Messen immer größer geschrieben und steht mittlerweile vor dem Geschäftemachen.

KÖLN. Wer seine Produkte an den Mann bringen will oder wissen möchte, wie sie ankommen, der muss mit seinen Kunden reden. Diese simple Erkenntnis setzt sich offenbar immer mehr durch. In die so genannte Live-Communication, den persönlichen Dialog mit Kunden, wollen deutsche Unternehmer im Jahr 2010 mehr als die Hälfte ihres Kommunikationsbudgets investieren. Das geht aus einer aktuellen Studie der Agentur Uniplan hervor. Eine der besten Gelegenheiten, den Kunden nahezukommen, ist für Mittelständler die Teilnahme an einer Messe.

Um dort mit potenziellen Kunden und Bestandskunden zu kommunizieren, müssen Aussteller allerdings erst einmal auf sich aufmerksam machen. Deshalb ist es besonders für kleinere Unternehmen auf Messen wichtig, den Stand auffällig und ansprechend zu gestalten. Schon die Optik eines Standes birgt schließlich eine Botschaft: Mindestens die, dass es sich lohnt, den Stand genauer ins Auge zu fassen.

Idealerweise aber transportiert das Design des Standes die Markenbotschaft des Ausstellers. "Wer seine Marke nicht bewusst inszeniert, inszeniert sie schlecht", sagt Messestandexperte Johannes Milla, Geschäftsführer und Kreativ-Direktor der Stuttgarter Designagentur Milla und Partner. "Gute Markenkommunikation funktioniert auch auf kleinem Raum, wenn man die Instrumente der Inszenierung gezielt und angemessen einsetzt."

Wer auf Eyecatcher statt graue Einheits-Stellwände setzt und Klang und Licht gezielt nutzt, hat gute Chancen, Messebesucher anzulocken. Dabei ist weniger manchmal mehr. "Der Messestand als Visitenkarte des Unternehmens sollte in Größe und Ausstattung den ausgestellten Produkten und der Bedeutung des Unternehmens entsprechen", mahnt der Lobbyverband der deutschen Messewirtschaft AUMA auf seiner Homepage. Ein protziger Stand kann einen genauso unvorteilhaften Eindruck machen wie ein sehr karg ausgestatteter.

Die professionelle Gestaltung eines Stands beginnt schon bei der Einteilung verschiedener Bereiche. Experten weisen darauf hin, dass ein Stand aus verschiedenen Kommunikationszonen besteht: Ganz vorn, in unmittelbarer Nähe zu den Besuchern, ist die Präsentationszone. Hier sollen Passanten auf einen Blick erkennen können, wer ausstellt, was er anbietet und wo man sich näher informieren kann. Dahinter sollten alle, die näher herantreten, eine Möglichkeit zu Gesprächen mit dem Standpersonal finden - zum Beispiel Informationstische oder eine Sitzecke. Für vertrauliche Gespräche sollte es eine Rückzugmöglichkeit geben. Und schließlich sollten Aussteller auch einen Bereich vorsehen für Küche, Lager, Büro und alles, was das Standpersonal sonst noch benötigt, aber nicht vor den Augen der Besucher ausbreiten will.

Die Kommunikationsangebote an Messeständen werden immer wichtiger, betont Gernot Becker, Geschäftsführer beim Messebauer MAC Messe- und Ausstellungscenter GmbH: "Die Messe ist eine reine Kommunikationsplattform geworden, Geschäfte werden vor- oder nachher gemacht. Entsprechend muss man auch die Stände gestalten." Der Messestand wird so immer mehr zur gemütlichen Lounge. "Man baut heute offene, einladende, kommunikative Stände", sagt Becker.

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