Metz
Lösung für insolventen Fernseh-Oldie gesucht

Der TV-Hersteller Metz kämpft schon seit geraumer Zeit ums Überleben. Nun hat auch das Traditionsunternehmen aus Zirndorf Insolvenz angemeldet. Die Suche nach einer Lösung läuft auf Hochtouren.
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Zirndorf Nach dem Insolvenzantrag des Fernsehherstellers Metz läuft die Suche nach Lösungen für das fränkische Traditionsunternehmen. Am Montag beraten Führungskräfte, Politiker, Gewerkschafter sowie der vorläufige Insolvenzverwalter über Wege aus der Krise. Auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nimmt an dem Treffen im Landratsamt in Zirndorf teil. Gegen 16.30 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant.

Metz hatte vor knapp zwei Wochen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Firma aus Zirndorf bei Nürnberg ist eine der letzten, die noch in Deutschland TV-Geräte produziert. Sie litt in den vergangenen Jahren zunehmend unter der Konkurrenz asiatischer Hersteller, die deutlich günstigere Modelle anbieten. In der jüngeren Vergangenheit hatte Metz mehrere Jahre mit Verlust abgeschlossen, 2013 brach der Umsatz um ein Viertel ein.

Darauf reagierte das Unternehmen, das sich als Nischenanbieter mit qualitativ hochwertigen Produkten vor allem an ältere Kunden richtet, mit einer grundlegenden Umgestaltung des Sortiments. Zudem wollte Metz auch außerhalb des klassischen Fachhandels sichtbar werden.

Schritte in die richtige Richtung, urteilte der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Exner nach einer ersten Prüfung. „Ich habe ein absolut intaktes Unternehmen vorgefunden, das sein Produktsortiment bereits erneuert hat, ein Unternehmen, das Marktanteile bis zur Insolvenzantragsstellung gewonnen hat und das sich neu im Markt positionierte.“ Aus diesen Gründen hätten bereits wenige Tage nach Erklärung der Zahlungsunfähigkeit mehrere Investoren Interesse angemeldet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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