Meyer
Der Konkurrenz immer eine Schiffslänge voraus

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Mehr als nur Stahlschweißen

Auf modernen Werften passiert mehr als schnödes Stahlschweißen. Jedes Schiff ist ein Hotel mit mehrere tausend Betten und Toiletten, das im Polarmeer wie auch in der Karibik richtig klimatisiert wird. Kreuzfahrer wie Aida oder Disney Dream haben ein, manche sogar zwei Theater. „Keiner in Europa baut daher mehr Theater als wir“, sagt Meyer.
Jeder Bereich braucht seine Fachkräfte; und die sind rar gesät. Um nichts ins Hintertreffen zu geraten, hat Meyer ein langfristige Strategie aufgelegt. Im Kern geht es für Bernhard Meyer darum, ausreichend gute Mitarbeiter auszubilden. Bei 2500 Beschäftigen hat das Unternehmen rund 300 Auszubildende unter Vertrag. „Das kostet mich jedes Jahr zehn Millionen Euro, aber ich brauche die Leute“, sagt der Firmenchef.
Im Blick hat er das Jahr 2020. Bis dahin seien die Lohnkosten bei den chinesischen Schiffsbauern so stark gestiegen, dass der Wettbewerbsnachteil weitgehend ausgeglichen ist, wie Meyer sagt.
Die Führung in seine Werft wird dann in neuen Händen liegen. Es werde wohl einer aus der Familie sein, sagte er. Wer von seinen fünf Kindern dies sein wird, will Bernard Meyer noch bekannt geben.

Wolfgang Reuter
Wolfgang Reuter
Handelsblatt / Ressortleiter

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